| Klassiker Transat Jacques Fabre 2007 | |||
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| 10-11-2007 stetige Führung bei den Einrümpfern | |||
Die zahlenmäßig stärkste Gruppe, die Class 40, steht kurz vor Madeira, die Open 60 sind schon daran vorbei. In der Class 40 führt seit dem 5.11. die „Telekom Italia“. Das Boot ist erst ganz kurz vor dem Start fertig geworden. Gebaut wurde es in den alten U-Boot-Bunkern in Lorien, eine etwas ungewöhnliche Umgebung, aber die Qualität bei FR Nautisme ist exzellent. Nach anfänglichem Topfschlagen wurde es dann bei Cap Finisterre recht windig, Dauerwind über 30 Knoten, Böen bis 40 Knoten. Die beiden Segler auf der „Telekom Italia“ kommentierten das Wetter so: „Auf diese Weise konnten wir wenigstens ausprobieren, wie lange wir den Spi fahren können…“ Leichtsinn, so ohne Erfahrung mit dem Boot zu starten? Wohl kaum, zusehends mehr Top-Segler drängen in die Class 40, so hat z.B. Pietro d’Ali, einer der beiden auf der „Telekom Italia“, das Transat AG2R (3700sm) gewonnen, war 6 Jahre im Team Luna Rossa beim AC, war italienischer Meister und Europameister im Starboot, italienscher Meister mit J22, Asso 99, J24, Eintonner, 470er und 420er.
Das Boot selbst scheint aber auch ein ausgezeichnetes Potential zu besitzen. Der Designer, Guillaume Verdier, konnte dabei auf seine Erfahrungen mit Open 60s zurückgreifen, ganz besonders auf die „Safran“, die bei den Open 60 ebenfalls seit Tagen führt. Die „Safran“ entstand in Kooperation von VPLP (Weltspitze im Entwurf der schnellsten Hochsee-Cats und Tris) Und Guillaume
Verdier. Dieses Boot sollte extrem leicht und besonders einfach gehalten
sein, sehr früh zu surfen beginnen, nicht zu trimmempfindlich (wie
vielleicht manche neue Open 60s) sein. Die Formstabilität wurde weit
nach vorne gezogen, so dass die „Safran“ auf einem Reachgang
die Nase nicht so leicht reinsteckt .Außerdem konnte man so die
maximale Breite und damit die Rumpfwiderstände verringern. Bislang
scheint das Konzept bei den Open 60s und in der Class 40 aufzugehen. |
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| 02-11-2007 Klassiker Transat Jacques Vabre mit deutscher Beteiligung | |||
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Am Samstag gegen 13h erfolgte in Le Have der Start zu einem internationalen Klassiker, dem Transat Jacques Vabre. Gesegelt wird von Le Havre nach Brasilien, das sind im Idealfall 4340 sm, also ca. Cuxhaven-rund Island-Cux-rund Island- Cuxhaven. Die großen Katamarane und Trimarane starten morgen, heute gingen die Einrümpfer auf die Reise. Neben den Open 60 und Open 50 sind dabei vor allem die Boote der Class 40 interessant. Schon bei der ersten Teilnahme stellt diese rasant aufstrebende Klasse (wir berichteten seit der Klassengründung immer mal wieder) mit 30 Booten die größte Gruppe.
Class 40 sind Schiffe von ca. 12 m, deren Mast und Gennakerbaum zwar aus Carbon sind, die sonst aber konventionell gebaut sind. Es gibt keinen Canting-Kiel, nur Wasserballast. So beträgt der durchschnittliche Preis der teilnehmenden Class 40 Boote (ohne Segel, Elektronik und Sicherheitsausrüstung) „nur“ 220.000,. Euro. Das ist also im Vergleich zu einem ganz neuen Open 60, für den man auch 3 Millionen hinblättern kann, relativ günstig. Die Class 40 scheint die Lücke zwischen den Figaros (ca. 10m) und den Open 60 und 50 zu füllen. Die Klasse zieht viele Profis, aber auch Amateure an, denn diese Boote sind auch zum Cruisen geeignet. So blieb nach der Route du Rhum die Hälfte der Class 40 Boote noch zum Familiensegeln in wärmeren Gefilden.
Es starten 30 Boote, davon sind 18 2007 neu gebaut worden, insgesamt 12 verschiedene Typen. Während bei der Route du Rhum noch die Pogo 40 dominierten – so ein Boot kann man jetzt in Deutschland chartern- sind jetzt die Akilaria 40 sehr stark vertreten. Und mit so einem Boot segelt auch der deutsche Teilnehmer, Florian Gonser, sein Co-Skipper ist David Lefebre, genannt „the kid“, weil der seine Hochsee-Regattalaufbahn extrem früh begonnen hat.
Die Boote der neuesten Generation haben sicher leichte Vorteile, aber man sagt, dass bei dieser Regatta die ersten Class 40 Boote noch immer eine Chance haben, zu gewinnen. Mit einer Zweiercrew ist halt so ein Boot nicht immer zu 100% zu segeln, Geschick und Kondition der Crew und Wetterrouting spielen eine große Rolle. (Heina) |