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NORDSEEZEITUNG vom 2.12.2001 Vom
Mast am Kopf getroffen |
Bremerhaven
(zol). Für den Tod eines Seglers auf der Yacht "Merlin"
ist nach Meinung des Bremerhavener Seeamts der Schiffsführer mitverantwortlich
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Die Experten bezeichneten es als fehlerhaft, dass er
das Großsegel nur unzureichend sicherte und nicht das Tragen von
Rettungswesten anordnete. Der verunglückte Segler ertrank in der
Ostsee, nachdem ihn der unerwartet herumschlagende Baum am Kopf getroffen
hatte. Nachdem die Arbeiten an Deck fast beendet waren und nur noch das geborgene Segel zusammengelegt werden musste, passierte es: "Da gab es einen fürchterlichen Wahnsinnsknall" berichtete eine Zeugin, die bereits achtern im Cockpit auf einer Backskiste saß. der neben ihr stehende Mitsegler erhielt von dem losgerissenen Baum einen Schlag gegen den Kopf, stürzte über Bord und versank vor den Augen seiner mitreisenden schwangeren Ehefrau in der See. Seine Leiche wurde erst vier Wochen später auf Fehmarn am Strand gefunden. Die Diagnose der Mediziner lautete Tod durch Ertrinken. Die Verletzungen am Kopf seien nicht tödlich gewesen.
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Diese Tatsache veranlasste das Seeamt zu der Feststellung, dass der Tod des Seglers vermeidbar gewesen wäre, wenn er - wie empfohlen - eine Arbeitssicherheitsweste getragen hätte. Hinzu kam nach Auffassung der Experten der Fehler des Schiffsführers bei der Befestigung des Bullenstanders. Dabei habe er einen zu dünnen Tampen genommen und ihn zudem an einem ungeeigneten Metallring befestigt. Damit verstieß er gegen die seemännische Sorgfaltspflicht, meinte das Seeamt. Falsch war es nach Meinung des Seeamts auch, dass dem Verunglückten nicht sofort ein Rettungsring nachgeworfen wurde. Da der Mann aber sofort versank und nicht wieder auftauchte, sei dieser Punkt im Gegensatz zu den beiden anderen Fehlern nicht mitursächlich für den Tod des Seglers gewesen. Zu seiner Entlastung hatte der Skipper unter anderem darauf verwiesen, dass er die Yacht steuerte und gleichzeitig die in Panik geratene Ehefrau des Verunglückten daran hindern musste, ihrem Mann hinterherzuspringen. |