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Sehr
gute Windstärken (4-5 Bft) verhalfen den PNE-Tornado und O-Jollen-Wettfahrten
(Wettfahrt 2 bis 4) in der Grimmershörnbucht zu einem vollen
Erfolg. Die erste Wettfahrt auf Medem Reede bei geringen Windstärken
(1 bis 2) wurde dagegen auch als Testfall für die Durchführbarkeit
derartiger Regatten unter olympischen Bedingungen aus den Jollenregatten
2002 vor Cuxhaven
Im
August und September 2002 wurden an 3 Wochenenden 4 Jollenregatten
vor
Cuxhaven mit der Unterstützung der Stadt Cuxhaven durch die
SVC organisiert und durchgeführt.(Teeny-Klasse,O-Jollen,Tornados
und Korsare).
Die Jüngstensegler in den Teenys segelten als Auftakt zum Sommerabend
am Meer in der Grimmershörn-Bucht um den Ahoi-Cux-Cup und konnten
trotz flauer Winde als jugendliche Segler viel Aufmerksamkeit erregen.
Am folgenden Sonntag wurden unter regulären Bedingungen 3 Wettfahrten
durchgeführt. Die Segler waren begeistert und baten um die
Aufnahme der Regatten vor Cuxhaven in den Ranglistenkalender. Teilnehmer
24 Boote.
In einer gemeinsamen Veranstaltung segelten die O-Jollen und Tornados
eine Woche später um den Plambeck-Cux-Cup. Am Samstag wurde
bei wenig Wind eine Wettfahrt auf der Medem Reede gestartet. Während
der Wartezeiten konnten sich die Boote auch bei Windstärken
von 0-2Bft. gut im Strom halten. Die Segler schätzten besonders
die Weite der
Bahnen. Die Querung des Fahrwassers war unter Begleitung durch die
Sicherungsboote, unter der Beobachtung durch die DGzRS und in Absprache
mit der Radarzentrale unproblematisch. Besondere Aufmerksamkeit
erforderten einzelne Boote, die außerhalb der Planung hin-
oder zurücksegeln wollten.
Am Sonntag segelten beide Klassen unter optimalen Bedingungen in
der Grimmershörn-Bucht. Die Hochwasserzeit reichte für
3 Wettfahrten mit evtl. erforderlicher Verlegung der Tonnen. Bei
4-5 Bft. N-NW erschienen die einzelnen Kurse für die O-Jollen
noch ausreichend in der Länge, die Tornados suchten sich ihren
Raum über die vereinbarten Bahngrenzen hinaus auch im Fahrwasser.
Die Wasserschutzpolizei sicherte die Segler zum Fahrwasser hin ab.
Beide Klassen nannten die Wettfahrten meisterschaftswürdig
und lobten das Revier vor Cuxhaven. Es ist mit weiterem Interesse
dieser Segler an Wettfahrten vor Ort zu rechnen.
Teilnehmer : 10 O-Jollen, 7 Tornados
Die
ersten 3 Wettfahrten der Korsar Jollen wurden bei 4-6 Bft. auf der
Medem Reede mit großer Begeisterung der Teilnehmer und der
Zuschauer gesegelt. Die Segler empfanden Wind, Strom und Welle als
gut segelbar und hätten auch gern noch eine weitere Kurzwettfahrt
bestritten. Begrenzend war für die Organisation die provisorische
Slippbahn mit übergroßer Steilheit. Auch dieses Feld
hatte mit der gesicherten Querung des Elbfahrwassers keine Schwierigkeiten.
Lediglich bei der Rückkehr von der Elbe in den SVC Hafen hatten
einige Segler im Strom nicht genug vorgehalten und mußten
zu guter Letzt noch aufkreuzen, immer im Schutz der Begleitboote.
Am Sonntag wurden weitere 3 Wettfahrten in der Grimmershörn-Bucht
ausgesegelt-bei ausreichend Wasser. Glücklicherweise drehte
der Wind rechtzeitig von Ost auf Südost bis Süd und wehte
mit 3-4 Bft. Auch die Korsarjollen versuchten den Vorteil des Fahrwasserstromes
zu nutzen und mußten von den Begleitbooten in die Bucht zurückgedrängt
werden.
Teilnehmer: 23 Korsar-Jollen
Die Medem Reede ist für Jollen ein überaus geeignetes
Segelrevier mit ausreichendem Abstand zur Berufsschiffahrt und selbst
bei 6 Bft. aus SW gut segelbar. Auch bei NW liegen die Bahnen im
Schutz des Kratzsandes. Die Messungen des WSA mit max. Stromgeschwindigkeiten
bis zu 1,5Knoten innerhalb von 4 Stunden um Hochwasser konnten bestätigt
werden. Die Bahnen können beliebig gedreht und in der Länge
ausgelegt werden. Die Anfahrt und Rückkehr in den SVC Hafen
erfordert nach Absprache mit der Radarzentrale ausreichende Sicherung.
Besonders muß auch die evtl. notwendige vorzeitige Rückkehr
einzelner Segler vorsorglich geplant werden. Für Besucherschiffe
ist ausreichend Platz, der allerdings ausgewiesen werden sollte.
Die Grimmershörn-Bucht überzeugt durch ihre Funktion als
Arena am Meer. Die Resonanz aus der Bevölkerung war überwältigend.
Dafür ist bei großen Feldern und besonders bei schnellen
Bootsklassen eine gewisse Enge des Reviers nicht zu übersehen.
Wegen der Gezeitenströme müssen die Segler aus den Häfen
jeweils gegen den Strom in die Bucht sowie zurück in die Häfen
segeln. Auch evtl. Aufkreuzen im Fahrwasser unter Begleitung hat
keine Schwierigkeiten bereitet. Schleppleinen wurden vorgehalten.
Die Segler haben auf Befragen diese Regattabahn als positiv bewertet;
auch die Aktiven schätzen die Nähe zum Zuschauer. Wenn
immer möglich sollte ein Mix angestrebt werden, auch mit dem
Ziel der Promotion des Segelsportes.
Zur Sicherung der Boote bereits im Hafen, dann während der
Querung des Fahrwassers und auf den Bahnen haben sich die kleinen,
schnellen Schlauchboote oder auch Festrumpfboote bestens bewährt.
Diese wurden auch zum Einrichten der Bahnen und zur Korrektur der
ausgelegten Bahnmarken eingesetzt. Für Großveranstaltungen
sollte die Organisation ausreichend geeignete Boote mit sicherer
Kommunikation vorhalten, beziehungsweise vorbestellen. Die Kommunikation
auf der Bahn war mit einem internen UKW-Netz gut.
Zum Land und zur Radarzentrale wurde auf das öffentliche UKW
Netz zurückgegriffen.
Nach Einweisung der Besatzungen vor den Regatten haben diese umsichtig
und vorbildlich zum Erfolg beigetragen. Sicher kann die Organisation
auch weiterhin auf die hauptamtlichen Sicherungen durch DGzRS und
DLRG, evtl. auch durch THW, Feuerwehr usw. zurückgreifen, wenn
es um Großveranstaltungen geht.
Der personelle Aufwand zur Durchführung einer Regatta ist groß.
Die Jollenregatten wurden von 25-30 Mitarbeitern überwiegen
der SVC organisiert. Es wäre gut, wenn sich ein Team mit ausreichend
Mitarbeitern finden würde, auf das zurückgegriffen werden
könnte. Zu denken ist auch bei Großveranstaltungen an
die Beteiligung der Nachbarvereine. Eine gründliche Vorbereitung
schafft Sicherheit und Spaß an der Organisation. Die Wettfahrtleitung
wurde von 3 Mitgliedern aus der SVC gestellt. Auch diese, sowie
weitere Interessierte, sollten zu Schulungen im Winterhalbjahr geschickt
werden.
Gleiches gilt für die Jury.
Zu denken ist auch an eine Zusammenarbeit im Rahmen der Nordseewoche.
Der finanzielle Aufwand im Startjahr war groß. Glücklicherweise
konnte das Olympiabüro aus dem Spendentopf einen erheblichen
Zuschuß leisten. Weiterhin fand die SVC Sponsoren zur Finanzierung
der Preise und Kosten. Die Mitarbeiter auf den Bahnen und an Land
arbeiteten alle ehrenamtlich. Für fremde Boote waren Unkosten
zu erstatten.
Die beschafften Ausrüstungen wie Bojen und Verankerung sowie
Kommunikationsgeräte sind weiterhin zu nutzen. Preisgelder
dürften in Zukunft nicht mehr in gleicher Höhe zu erreichen
sein. Ich habe jedoch eine Ahnung, daß prominente, eingeladene
Teilnehmer auch andernorts Geld kosten. Veranstaltungen ohne Sponsoren
sind kaum noch denkbar.
Die erfolgreiche Durchführung von 4 Regatten an 3 Wochenenden
in Folge hat große Resonanz gefunden. Der sportliche Wert
des Jollensegelns vor Cuxhaven ist nicht mehr zu bestreiten. Die
einzelnen Klassen denken über regelmäßige Regattaveranstaltungen
hier nach.
Die Anfrage der Deutschen Matchrace Vereinigung zur Durchführung
einer DM 2003 wurde bereits von der SVC positiv beantwortet. Eine
weitere Meisterschaft wird geplant. Die Klassenvereinigung der Korsare
denkt über die EM 2004 vor Cuxhaven nach.
Das Revier mit Windsicherheit, die Durchführung mit schneller
Ergebnisrechnung, aber nicht zuletzt die gelobte Landorganisation
mit Grillabend und großer Gastlichkeit haben Anerkennung gefunden.
Ich bin sicher Cuxhaven hat eine Nische besetzt.
H.Roß
30.09.02
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