Klaus
Störtebeker und 73 Optimisten
Wie
im 14. ten Jahrhundert schickten die Hamburger wiederum eine
Flotte nach Helgoland. Ging es derzeit darum, den Piraten
Klaus und seine Gesellen zu stellen – sie wurden anschließend
besiegt und geköpft – verlief dieses Wochenende
doch eher sportlich. Alle Optisegler können sich erhobenen
Hauptes auf dem Festland wieder sehen lassen. Klaus war kein
ganz Schlechter, zwar geliebt und auch wieder gehasst, hin
und wieder machte er fette Beute aber durchaus ein sozialer
Pirat, der auch im Krisenfall seinen Mann stand. Was aber
haben die Schwestern und Brüder der Optiklasse mit Klaus
gemein, dass sie sich auf Helgoland treffen ? Sind sie genauso
trinkfest, mutig, diebisch und verwegen ? Nein, nein alles
super gute Sportler, die vielleicht nur genauso gut mit der
wilden See, der steifen Brise jenseits der Kugelbake –
nämlich vor Helgoland - umgehen können, wie Klaus
es verstand und so manch einer es gern können sollte.
Hatten
die Hamburger derzeit schon einen erfolgreichen Plan geschmiedet,
so sollte dieses Wochenende doch noch viel besser werden.
Die Crew des Blankeneser Segel Clubs
– wohl 40 qualifizierte, hochmotivierte und super freundliche
Segler - hat vom Kümo bis zur Grillwurst so ziemlich
an alles gedacht. Schon der Auftakt von Cuxhaven nach Helgoland
war eine Optiregatta. Vielleicht 35 Optisegler auf den 11
Fregatten der alten Kapitäne segelten zur Insel. Die
kleinen Rennkisten waren schon lange verladen und auf dem
Kümo unterwegs und junge Regattasegler zerrten an viel
zu großen Spinnakern herum.
Bemerkenswert
wie scheinbar einfach dann alles auf Helgoland seinen Weg
nahm. Es gab eine Zeltwiese, einen bewachten Bootslagerplatz
für die Optis am Südstrand, Verpflegung morgens
und abends von der Jugendherberge im Feuerwehrgebäude,
Liegeplätze für die angereisten Yachten, eine neu
aufgeschüttete Rampe am Südstrand, wo die Optis
zu Wasser kamen, Frischwasser am Bootssteg, Party in der WSCH-
Bootshalle nur keinen ordentlichen Wind am Freitag den 8.
August ! Doch Hannes Diefenbach,
der Wettfahrtleiter, ist ein so guter, dass der Wind mit 2-3
Bft. sich nach kurzer Zeit aus NE einstellte; der Rest vom
Wetter wie immer in diesem Sommer.
Nachdem
die Optiflotte eine Stunde vor der Helgoländer Düne
auf Reede lag, ertönte der Startschuß zum ersten
Gefecht. Die Cuxhavenerer fuhren
schon rechtzeitig los, kamen aber nicht so im Ziel an. Schwer
kalkulierbare Faktoren wie Strömung, Wind und elterliche
Ratschläge machten ihnen vielleicht zu schaffen. Nach
der dritten Wettfahrt waren seit dem Auslaufen bald 7 Stunden
um, Stunde um Stunde in einer vom Seegang bewegten frisierten
Seekiste, Isostar im Bauch und Corny – Riegel oben drauf
und viele, viele Sonnenstrahlen – das Opitsegeln ist
kein Zuckerschlecken ! Nun gut die Badegäste
auf der Düne waren begeistert, Malte mit Bronze am ersten
Tag und Hinnerk drohte mit dem nächsten alles entscheidenen
Tag. Ole Stoye hatte 23 Booten das Heck gezeigt und lag auf
Rang 6.
Die
einen zogen abends in die Bunte Kuh, die anderen auf den Fußballplatz.
Ich spielte nicht den Ball, unbegreiflich was Sportler für
Kräfte freisetzen können! Der nächste Tag kam
so, wie es abzusehen war. Die Jungs waren immer noch fit,
und ich dachte an die bunte Kuh. Gut, dass es so gekommen
ist, denn auf den beiden heutigen Wettfahrten zwischen Insel
und Düne lief ein kräftiger Strom und der Wind hatte
aufgefrischt. Die Cuxhavener Jungs hatten
die rechte Peilung; Ole bestätigte seine Performance
vom Vortag in der B-Gruppe und erzielte damit seine Qualifikation
für die A-Gruppe (Endergebnis 7/29). Hinnerk erfreute
uns mit einen 3. und 2. Platz auf den Einzelwettfahrten (Endergebnis
10/44) und Malte gewann mit einem 1. und 3. Platz auf den
Einzelwettfahrten auch den Gesamtsieg und somit den Störtebeker
– Preis 2003. Der heutige Abend wurde länger….,
den Sonntag schildert Malte :
Am
Sonntag fanden morgens noch Match Races auf Beneteau 25 statt.
Es segelten außer unserer Crew (Alexander und Björn
Beilken, Hinnerk und ich) noch 10 andere. Wir hatten immer
einen Aufpasser von der Segelschule dabei, dieser durfte aber
keine Tipps geben und er durfte nur in Notfallen (die aber
nicht vorkamen) eingreifen. Wir hatten viel Spaß mit
den Booten, nur leider hatten wir nicht genug Zeit. Kurz vor
15 Uhr segelten wir wieder nach Hause. Die Wappen von Hamburg
fuhr um 16:30 Uhr ab.
Ich finde, es war ein schönes Wochenende, das viel Spaß
gemacht hat. Dies können wir hauptsächlich dem sehr
guten Veranstalter (Blankeneser Segel-Club) verdanken. Es
war nämlich jeder sehr freundlich und hilfsbereit und
außerdem fanden alle es gut, dass sie den Mut hatten
vor Helgoland eine Optiregatta zu veranstalten !!!
Heiko Päsler GER 4941
Malte Päsler GER 10868
Ergebnis
– Link : opti-helgoland.de
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