NEWS von der Opti-A-Gruppe
Optisegeln auf der Alster im April 2002
Hinnerk und Klaas haben am Wochenende weitere Punkte für die Deutsche Rangliste geholt. Nach den letzten beiden Wochenenden lagen sie auf Platz 395 und 397 und konnten sich jetzt mit einem hervorragenden 3. Platz für Hinnerk und einem 25. Platz für Klaas weiter nach vorne kämpfen.

Ausnahmsweise trat die Cuxhavener Optigruppe nur als Duett mit Hinnerk und Klaas in Hamburg an. Malte segelte in Steinhude und Sören hatte Konfirmation.

Die Anreise zur Alster verlief ungewöhnlich, da die umliegenden Straßen wegen der amerikanischen Botschaft gesperrt waren und wegen der Innenstadtlage auch kaum Parkplätze zur Verfügung standen. Der sehr böige Wind machte es unmöglich, die Boote wie gewohnt schon sehr rechtzeitig segelfertig bereitzustellen, aber letzlich waren unsere Boote pünktlich auf dem Wasser. Durch die drehenden Winde war es für die Regattaleitung schwierig, das Dreieck passend zu legen, zumal gleichzeitig die Drachenklasse und auch die Congerjollen Regatten segelten, auf der engen Alster überschnitten sich alle Bahnen. Unter solchen Bedingungen fällt um so mehr die Vorentscheidung am Start.

Hinnerk kam recht gut weg und konnte sich in der Spitzengruppe bei freien Winden halten, so dass in der ersten Wettfahrt ein unerwarteter zweiter Platz von 32 Booten herauskam.

In der zweiten Wettfahrt sah es bis kurz vor Schluss auch wieder gut aus, aber ein Zweikampf mit dem Dritten verhinderte das Ausnutzen von Winddrehern, vier Boote schoben sich vorbei, sechster Platz. Das reichte in der Gesamtwertung zum zweiten Platz, punktgleich mit dem ersten. Klaas mußte im Mittelfeld mit viel mehr Abwinden kämpfen, die ein Aufholen praktisch unmöglich machten. Vor dem Wind konnte er seine gute Bootsgeschwindigkeit ausnutzen, an der Kreuz machten die Winddreher aber vieles wieder zunichte.In beiden Wettfahrten eine mittlere Platzierung. Ein kleiner aber nicht unwesentlicher Wermutstropfen war das Verhalten einiger "erfahrener" Drachensegler. Diese schoben sich entweder ohne Wegerecht zwischen die Optis und drängten diese weg, wobei sie auch Kollisionen in Kauf nahmen (ein Drachen ist immerhin ein Dreimann Kielschiff!!) oder sie reagierten nicht auf Zurufe der wegerecht habenden Optis und zwangen diese zu abenteuerlichen Ausweichmanövern an der Tonne. Wenn Erwachsene solche Beispiele für "faires" Segeln geben braucht man sich später nicht zu wundern. Zum Glück gab es einen sehr engagierten Opti-Schiedsrichter der gegen die schlimmsten Drachensegler bei deren Wettfahrtleitung Protest einlegte und so Disqualifikationen erreichen konnte. Das ist Einsatz für den Nachwuchs.

Am zweiten Tag hatten die Kinder mehr Zeit die Bahn auszuprobieren, was dazu führte, dass Hinnerk die richtige Startseite fand und die Startkreuz als erster beendete. Diese Führung gab er nicht mehr ab, so dass er die erste A-Wettfahrt seiner Segelkarriere gewann. Riesenfreude auch an Land, Führung in der Gesamtwertung! Klaas kämpfte weiter im sehr dichten Feld, hatte Pech indem er mehrere Winddreher auf der falschen Seite erwischte und kam so wiederum im Mittelfeld ins Ziel.

Da jetzt noch eine vierte Wettfahrt stattfand, konnte ein Wettfahrtergebnis gestrichen werden. Hinnerk musste einen vierten Platz schaffen. Nach Problemen mit dem Segeltrimm kam allerdings nur Platz 8 heraus, also Streicher und insgesamt Dritter. Letzlich aber ein unerwartet gutes Ergebnis.

Klaas konnte sich an diesem Tag nicht mehr aus dem Feld lösen und erreichte insgesamt Platz 25.

Beide Segler konnten viele Erfahrungen machen und Erkenntnisse für die kommenden Regatten mitnehmen - immerhin war es für beide erst die dritte Regatta in dieser Wettkampfklasse.

Am nächsten Wochenende geht es nach Bremerhaven auf Punktejagd , diesmal wieder mit dem ganzen Quartett!
Dierk Müller