Cuxhaven erwägt seine Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Segelwettbewerbe Olympiade 2012

 

Auf einer Pressekonferenz am 20.09.01 in der Seglermesse der Segler-Vereinigung Cuxhaven stellte Oberbürgermeister Heyne ein Konzept zur Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Wettbewerbe im Jahre 2012 vor. Anhand von Schautafeln wurde den Pressevertretern die Möglichkeiten des Segelns vor Cuxhaven sowie die grobe Planung der landseitigen Basiseinrichtungen erläutert.




Anhand einer Seekarte war zu erkennen, dass die Olympischen Dreiecke im Bereich der Medem-Reede, der Medem-Rinne sowie der Neufelder-Reede bei genügend Wassertiefe auch bei Niedrigwasser auszulegen sind. Der Durchmesser der jeweiligen Bahnen war mit 1 und 1,5 sm berechnet.

DieVorarbeiten zu diesem Plan erfolgten durch Mitarbeit der Segler-Vereinigung Cuxhaven. Dr. Hannes Roß erläuterte die Probleme des Segelns im Strom und wies auf den besonderen Reiz dieses Segelns hin. Es hatte auch bei früheren Olympischen Spielen bereits Segeln im Strom gegeben. Es gelte, sich bei der Planung und Durchführung der einzelnen Läufe den Strom in Zeit und Richtung zunutze zu machen. Die Ausdehnung des Reviers kann durchaus weit in die Neufelder-Reede erweitert werden. Dabei wurden auch die Möglichkeiten des Mit-Einbeziehens von Otterndorf in die Planung diskutiert. Landseitig wurde die Möglichkeit der Errichtung eines Olympischen Dorfes im Bereich der Moorwiesen durch Investoren als unproblematisch bezeichnet. Die Grünfläche zwischen Leuchtturm und Seglerhafen sowie Flächen östlich von Cux-Port stünden zur Lagerung und Errichtung eines Containerdorfes für die Segler und ihre Begleitung zur Verfügung. Auch sei die Möglichkeit der Einbeziehung von Amerika-Hafen und Altem Fischereihafen geplant. Idealerweise käme das Steubenhöft als Pressezentrum in Frage. Für die seglerische Organisation denke man an die Einbeziehung der "Regattagemeinschaft Nordseewoche" mit den Vereinen aus Hamburg, Bremen, Düsseldorf und Cuxhaven.

Der OB berichtete über zustimmende Äußerungen aus der Landesregierung sowie Hamburg und Bremen. Organisationstechnisch rechnet man mit ca. 750 Teilnehmern bei 500 Booten sowie deren betreuerische Begleitung. Unterbringungstechnisch stünden reichlich Hotelkapazität in Cuxhaven für Besucher zur Verfügung. Norbert Plambeck berichtete aus der Sicht eines Hochsee-Seglers über seine positiven Eindrücke zum Revier und zur Organisationsplanung. Auch er sieht bereits in den Vorarbeiten zu einem solchen Projekt wie auch in der Bewerbung eine Chance für Cuxhaven.
Dr. Hannes Roß Cuxhaven, 24. September 2001


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