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Aktuell geht es darum, die Standortvorteile
auch gegenüber den Mitbewerbern an der Ostsee herauszuarbeiten und für
die Bewerbung an das NOk (Nationales Olympische Komitee) festzuhalten.
Die Zeit drängt. Abgabetermin ist der 15.05.2002.
In einem Set-up Workshop am 15.02.02 im Cuxhavener Rathaus steuerten Experten
aus allen Sektoren der Stadtentwicklung sowie Institutionen der "Waterkant"
ihr Fachwissen und ihre Ideen für eine erfolgreiche Bewerbung bei.
Zusammenfassend wurde festgestellt, dass Cuxhaven von der Stadtstruktur
her ideale Bedingungen ausweist, besonders das verfügbare Flächenpotential
in unmittelbarer Nähe zum Wasser ist ein enormer Standortvorteil. Die
räumliche Konzentration des Olympischen Dorfes, des Olympischen Parkes
und der Hafenaktivitäten der Segler ergeben – insbesondere auch für die
Zuschauer und die Sportler - eine einmalige Erlebnisdichte. Hinzu kommt
als Zuschauertribüne das über 5km lange und fast 8m hohe Deichband.
Eine besondere Herausforderung für die Segler als auch das Management
sind die Segelbedingungen im Strom. Hier wird ein sehr ambitioniertes
Konzept in enger Zusammenarbeit mit den Experten für Seeverkehr ausgearbeitet.
Hervorgehoben wurde auch die Wetterstabilität und die Windsicherheit.
Hier ergibt sich für die Segler eine hohe Berechenbarkeit wegen der Verlässlichkeit
der Wetterbedingungen an der Nordseeküste über den erwateten Zeitpunkt
der Austragung in den Monaten Juni, Juli und August.
Die "partizipative" und kooperative Art der Erarbeitung der Bewerbungsunterlagen,
koordiniert durch ein Oldenburger Planungsbüro (NWP) wurde von den 70
Experten einmütig gelobt.
Im einzelnen sind die Ergebnisse der Workshops auf den folgenden Seiten
stichwortartig aufgeführt:
I Wasser und Meteorologie
Strömungsgeschwindigkeit:
Um Hochwasser herum erlaubt Austragung der Wettbewerbe in der Medem Rinne,
genaue Messdatenauswertungen werden vom WSA vorgenommen, um Zeitfenster
für die Austragungen festzulegen. Als Zeitraum wird das Stauwasser um
das Hochwasser herum festgelegt.
Transfer: Der Transfer der kleineren Segelboote zum Austragungsort verlangt
besondere Aufmerksamkeit. Gespräche wegen des (internationalen) Schiffsverkehrs
werden weiterhin mit dem WSA geführt und mit den Lotsenbrüderschaften
(auch auf Bundeseben. Es scheint aber hier Lösungen zu geben. Standortkonzept
an Land: Es wird ein einziger Standort favorisiert (um den SVC und den
alten Ro-Ro Hafen herum.)
Wetterbedingungen:
Zwischen Juni und August sehr gut. Wind weht fast immer, Starkwind selten,
kaum Flaute. Sonnenscheintage oft.
II Stadtentwicklung und Verkehr
Hotellerie:
Angebot an Betten Das Potential reicht in allen Kategorien aus. Luxusliner
als wichtige Ergänzung für VIPs möglich (Sydney), gleichzeitig als Tribüne
nutzbar.
Zuschauer:
Standortkonzept (Deiche, Eventpunkte, Häfen, Schiffe) Es gibt kaum einen
Standort, der den Zuschauern soviel bietet. Eventpunkte mit Grossleinwänden
ergänzen das Blickangebot.
Standort olympisches Dorf:
Insgesamt sind mehrere Standorte vorstellbar (Bereich Steinmarner Turm,
Moorwiesen (südl. Teilbereich), Grimmershörn-Kaserne, Alter Fischereihafen,
Ritzebütteler Schleusenpriel). Der Standort Moorwiesen könnte umweltfreundlich
genutzt werden. Hier könnte dauerhaft ein neues Hotelkonzept verwirklicht
werden (Aktiv Sport Hotel / Konferenz-Center).
Standort Olympischer Park:
Der Park dient als Verbindung zwischen den Aktiven und den Zuschauern.
Ein Park zum Schlendern und Genießen erweitert das Erlebnisangebot der
Stadt. Aufwertung des Kurparks wichtig, auch über die Olympiazeit hinaus.
Standort Eröffnung, Siegerehrung, Abschluß.
Zentrale Events:
Hier sind mehrere Standorte genannt worden. Siegerehrung bei Alter Liebe
möglich. Eröffnung etc. auf Plattform in derGrimmershörnbucht als gute
Idee erörtert.
Internes Verkehrskonzept:
Ausbau des bestehenden Systems zur ‘Langen Linie’ nach dem Vorbild anderer
Städte. Radweg und Verleihsystem (System Kopenhagen) wurde diskutiert.
Großräumige Verkehrsberuhigung der Stadt während der Spiele als Konzept
vorgeschlagen.
Überregionales Verkehrskonzept:
Vom Flugplatz Nordholz Shuttle System. Sonst P+R an geeigneten Punkten.
Parkplatz innerhalb nur mit Hotelnachweis. Insgesamt wasser-, luft- und
landseitige Anbindung optimal, aber B73 bleibt eine Herausforderung. Wasserseitig
Ergänzung des bestehenden Systems durch Katamarane z. b. aus Hamburg sinnvoll.
Umweltschutz:
An Land sind keine größeren Probleme absehbar.
Deichschutz:
Vorkehrungen zum Schutz der Deiche sind notwendig, aber unproblematisch.
III Sicherheit und Organisation
Bei den wasserseitigen Behörden ist vor Ort eine besonders gute Zusammenarbeit
bereits erprobt.
Unfallhilfe und Krankenhäuser:
Krankenhäuser sind ausreichend vorhanden mit machbarem Mehraufwand, dies
gilt auch für die Seeseite.
SAR:
Entsprechende Hubschrauberkapazitäten sind besonders durch Eingliederung
des Bundeswehrstandortes Nordholz vorhanden.
DGzRS:
Jederzeit Unterstützung zugesichert. Vier DGzRS Standorte mit genauen
Revierkenntnissen vorhanden.
Wasserschutzpolizei:
Übernahme des Schifflenkungsverkehrs. Die Austragungsorte auf See werden
durch Bannmeilen gesichert.
Polizei (Verkehr):
Sehr gute Infrastruktur durch Tourismusstandort Nr. 1 in Deutschland vorhanden.
(Großveranstaltungserfahrung exitiert / Duhner Wattrennen) Keine Ausländerfeindlichkeit
und geringe Kriminalitätsrate.
BGS (Sicherheit) auch Standort:
Für See- und Landkomponente vorhanden. Zentrale Organisationseinheit (Vorbereitung
/ Durchführung): WSA-Gebäude als Revierleitzentrale optimal. Havariekommando
in Cuxhaven lokalisiert. Gemeinsame Einsatzstruktur vor Ort vernetzt,
daher Erfahrung im Zusammenspiel der Hilfsorganisationen im Regattenbereich.
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