NEWS
der SVC - Sprinten

"Wulsdorfer Herbstausklang 2003"


"Grimmershörn" und "Steubenhöft"


Links zum Thema



Ausschreibung 2003
Programm 2003

Wassersportverein Wulsdorf

KV Sprinta-Sport

Ergebnisse (Ausw. Nils)


Vorbereitung
Beim diesjährigen "Wulsdorfer Herbstausklang" werden die "Grimmershörn" und die "Steubenhöft" die SVC vertreten. Der Herbstausklang ist die letzte Sprinta-Einheitsklasse der Saison und er findet vom 3.-5. Oktober auf der
Weser vor Bremerhaven statt.
Am letzten Wochenende wurde bei wunderbarem Spätsommerwetter in der
Grimmershörnbucht für die Regatta trainiert - am Freitag individuell, am
Samstag mit mehreren Match-Races zu zweit und am Sonntag mit kurzen Fleet
Races mit allen drei Sprinten, zu denen sich spontan auch die Hunter
"August" und die "Raja" gesellten, so dass es an der kurzen Startlinie
realistisch eng wurde.

Jetzt stehen die beiden Sprinten mit frisch geschliffenem U-Schiff an Land
und werden am Mittwoch nach Bremerhaven gefahren. Am Donnerstag steht dann
ein kurzer Trainingsschlag im Fischereihafen an, bevor es vom Freitag (3.
Oktober) bis Sonntag (5. Oktober) ernst wird.

Wir freuen uns auf den Herbstausklang - hoffentlich mit etwas
"charmanterem"" Wetter als letztes Jahr (da regnete es pausenlos und der
Wind wehte stürmisch...)

1. Tag - SVC-Sprinta STEUBENHÖFT führt Gesamtwertung an!

Am heutigen ersten Tag des "Wulsdorfer Herbstausklang" wurden zwei
Wettfahrten durchgeführt, die jeweils bei sehr schwachem Wind und zeitweise
sogar bei Sonnenschein (wer hätte das gedacht) gesegelt wurden. Im
erfreulich großen Feld von 12 Sprinten ersegelte unsere SVC-Sprinta
STEUBENHÖFT dabei einen ersten und einen zweiten Platz und führt damit die
Gesamtwertung an, dicht gefolgt von der punktgleichen "Lucifer" (Steuermann
Holger Lehning) und der "Eins" von Michael Haacke (sieben Punkte). Die
GRIMMERSHÖRN wurde leider bei der ersten Wettfahrt gemeinsam mit drei
weiteren Sprinten nicht mehr gewertet, da sie bei schwachem Wind und starkem
Strom das Zeitlimit überschritten hatte. In der zweiten Wettfahrt erreichte
die Crew der Grimmershörn einen neunten Platz.

Nach einem gemeinsamen Abendessen aller Teilnehmer im WVW-Clubhaus machten
wir uns auf den Rückweg nach Cuxhaven, um am nächsten Morgen bei
voraussichtlich etwas mehr Wind unseren ersten Platz zu verteidigen. (Leider
ist schon wieder von 80% Regenwahrscheinlichgkeit die Rede...)

Unsere Crews:
Grimmershörn: Janne Petersen, Anna Sassen, Jens Ditschke, Heike Rusch
Steubenhöft: Christian Nieder, Dennis Griebenow, Sören Woitack, Nils Betzler


2. Tag - Früher Start von Kugelbake und Grimmershörn

Nicht nur morgens zwischen sechs und sieben Uhr, als sich unsere beiden
Crews auf den Weg nach Bremerhaven machten, war frühes Starten angesagt:
Leider waren beide SVC-Crews auch beim ersten Start so früh, dass sie in der
letzten Minuten vor dem Start ihren Bug über die Linie steckten. Da der
Fehler ca. 30 Sekunden vor dem Start passierte, blieb er unbemerkt und fiel
erst auf, als die STEUBENHÖFT am Ende der Wettfahrt auf vierter Position
über die Linie ging und kein "Ziel-Tröht" zu hören war - ein frustrierender
Beginn für diesen Tag mit einem vermeidbaren Fehler. Fazit auf der
Steubenhöft: "Das war dann wohl unser Streicher!".
Doch da es die Wettermacher heute besser mit den Regattaseglern meinte, als
am vorausgegangenen Flautentag, konnte gleich die nächste Wettfahrt
gestartet werden. Mit den Platzierungen 7. (STEUBENHÖFT) und 11.
(GRIMMERSHÖRN) leider auch nur geringfügig besser als die erste Wettfahrt.
Fazit auf der STEUBENHÖFT: "Das war dann wohl unser zweiter Streicher!" -
nachfolgend traditionelles, abergläubisches Klopfen auf Holz, denn einen
zweiten Streicher wird es nur geben, wenn noch ausreichend viele Wettfahrten
gesegelt werden, ausserdem könnte ja auch nochmal eine schlechtere
Platzierung als ein 7. "passieren"...
Wettfahrt drei an diesem Tag: Wieder entwickelt sich die Luvtonne zum
Knackpunkt der Wettfahrt, denn es handelt sich um eine Fahrwassertonne, die
nach einer Kreuz unter Land im vollen Gegenstrom angesteuert werden muss.
Wer nicht weit genug im flachen Wasser bei schwacher Strömung vorhält, wird
an der Tonne bestraft, wenn er bei vollem Gegenstrom noch einen Holeschlag
fahren muss, während die Gegner die Tonne runden. Platzierungen: STEUBENHÖFT
6., GRIMMERSHÖRN 10. - die Tendenz stimmt, aber unsere Gesamtplatzierung vom
Vortag müssen wir auf der STEUBENHÖFT endgültig abschreiben...
Heute will es die Wettfahrteitung wissen: Nach dem Zieldurchgang bei der
dritten Wettfahrt hängt wieder die Flagge "L" am Zielschiff, das heißt:
"Weitere Wettfahrt wird gesegelt". Also zum vierten Mal alles durchgehen:
Windrichtung und Auslegung der Startlinie prüfen, wie hat sich der Strom
entwickelt, wo sieht's nach Wind aus, ... Das Ende vom Lied: Platz 3. für
die Steubenhöft, Platz 6. für die Grimmershörn, warum nicht gleich so,
sondern erst unsere morgendlichen Ausrutscher?
In der Gesamtwertung liegt die Steubenhöft nun auf dem dritten Platz, "Die
Eins" und "Lucifer" leider fast unerreichbar weit entfernt, aber nur ein
Punkt Abstand nach hinten zum vierten. Am Sonntag müssen wir also wieder
"gasgeben", um nicht wieder sagen zu müssen: "Das war unser Streicher!"

3. Tag - Windstärke 1 bis 6, Gesamtplatzierung 3 und 10

Auch am letzten Tag des Herbstausklang kam das schon seit mehreren Tagen
angekündigte Sturmtief nicht bei uns an - stattdessen Leichtwind und ein
90°-Winddreher zum ersten Start, dank der Wettfahrtleitung wird die
Startprozedur rechtzeitig abgebrochen. Nach kurzer Wartezeit zieht das
Startschiff um, damit eine andere Bahn gesegelt werden kann. Der Wind stellt
sich wieder ein und los geht's zur 7. Wettfahrt. Offenbar haben wir auf der
STEUBENHÖFT bei dem leichteren Wind unsere Form vom ersten Tag
wiedergfunden - nach einem schönen Start werden wir zweiter hinter der
"Eins" von Michael Haacke, die uns auf der zweiten Kreuz bei zunehmendem
Wind den ersten Platz abnahm, und können das "Foto-Finish" mit der "Lucifer"
für uns entscheiden. Was beim ersten Start gut klappte, klappte beim
nächsten Start nicht - schon kurz vor dem Start ist klar, dass wir im
Mitstrom einen Frühstart fahren werden. Keine Chance, vor den Gegnern noch
einmal nach Lee zu kommen, also schnell einen Kringel um die Startonne
drehen, um den Frühstart auszugleichen - und nun beginnt die Aufholjagd. Mit
einer sehr konsequenten Stromtaktik "mogeln" wir uns im flachen Wasser auf
dem Gegenstrom-Spigang am Feld vorbei und werden im Ziel dritter.
Zwischenzeitlich hat der Wind zugenommen, so dass wir schließlich doch mit
der kleinen Genua 3 segeln müssen.
Auch bei der Grimmershörncrew läuft es heute gut, sie segeln auf Platz 8 und
6 und setzen sich so aufgrund ihrer beiden sechsten Plätze vor die
punktgleiche "Seestadt Bremerhaven 2". In der Gesamtwertung haben wir somit
unseren dritten Platz verteidigt, die Gimmershörn segelt insgesamt auf den
zehnten Platz.

Wir freuen uns schon auf die "Revanche" beim Frühjahrsputz auf der Weser im
nächsten Jahr!

Nils Betzler