Vorbereitung
Beim diesjährigen "Wulsdorfer Herbstausklang" werden
die "Grimmershörn" und die "Steubenhöft"
die SVC vertreten. Der Herbstausklang ist die letzte Sprinta-Einheitsklasse
der Saison und er findet vom 3.-5. Oktober auf der
Weser vor Bremerhaven statt.
Am letzten Wochenende wurde bei wunderbarem Spätsommerwetter
in der
Grimmershörnbucht für die Regatta trainiert - am Freitag
individuell, am
Samstag mit mehreren Match-Races zu zweit und am Sonntag mit kurzen
Fleet
Races mit allen drei Sprinten, zu denen sich spontan auch die
Hunter
"August" und die "Raja" gesellten, so dass
es an der kurzen Startlinie
realistisch eng wurde.
Jetzt
stehen die beiden Sprinten mit frisch geschliffenem U-Schiff an
Land
und werden am Mittwoch nach Bremerhaven gefahren. Am Donnerstag
steht dann
ein kurzer Trainingsschlag im Fischereihafen an, bevor es vom
Freitag (3.
Oktober) bis Sonntag (5. Oktober) ernst wird.
Wir
freuen uns auf den Herbstausklang - hoffentlich mit etwas
"charmanterem"" Wetter als letztes Jahr (da regnete
es pausenlos und der
Wind wehte stürmisch...)
1.
Tag - SVC-Sprinta STEUBENHÖFT führt Gesamtwertung an!
Am
heutigen ersten Tag des "Wulsdorfer Herbstausklang"
wurden zwei
Wettfahrten durchgeführt, die jeweils bei sehr schwachem
Wind und zeitweise
sogar bei Sonnenschein (wer hätte das gedacht) gesegelt wurden.
Im
erfreulich
großen Feld von 12 Sprinten ersegelte unsere SVC-Sprinta
STEUBENHÖFT dabei einen ersten und einen zweiten Platz und
führt damit die
Gesamtwertung an, dicht gefolgt von der punktgleichen "Lucifer"
(Steuermann
Holger Lehning) und der "Eins" von Michael Haacke (sieben
Punkte). Die
GRIMMERSHÖRN wurde leider bei der ersten Wettfahrt gemeinsam
mit drei
weiteren Sprinten nicht mehr gewertet, da sie bei schwachem Wind
und starkem
Strom das Zeitlimit überschritten hatte. In der zweiten Wettfahrt
erreichte
die Crew der Grimmershörn einen neunten Platz.
Nach
einem gemeinsamen Abendessen aller Teilnehmer im WVW-Clubhaus
machten
wir uns auf den Rückweg nach Cuxhaven, um am nächsten
Morgen bei
voraussichtlich etwas mehr Wind unseren ersten Platz zu verteidigen.
(Leider
ist schon wieder von 80% Regenwahrscheinlichgkeit die Rede...)
Unsere
Crews:
Grimmershörn: Janne Petersen, Anna Sassen, Jens Ditschke,
Heike Rusch
Steubenhöft: Christian Nieder, Dennis Griebenow, Sören
Woitack, Nils Betzler
2. Tag - Früher Start von Kugelbake und Grimmershörn
Nicht
nur morgens zwischen sechs und sieben Uhr, als sich unsere beiden
Crews auf den Weg nach Bremerhaven machten, war frühes Starten
angesagt:
Leider waren beide SVC-Crews auch beim ersten Start so früh,
dass sie in der
letzten Minuten vor dem Start ihren Bug über die Linie steckten.
Da der
Fehler ca. 30 Sekunden vor dem Start passierte, blieb er unbemerkt
und fiel
erst auf, als die STEUBENHÖFT am Ende der Wettfahrt auf vierter
Position
über die Linie ging und kein "Ziel-Tröht"
zu hören war - ein frustrierender
Beginn für diesen Tag mit einem vermeidbaren Fehler. Fazit
auf der
Steubenhöft: "Das war dann wohl unser Streicher!".
Doch da es die Wettermacher heute besser mit den Regattaseglern
meinte, als
am vorausgegangenen Flautentag, konnte gleich die nächste
Wettfahrt
gestartet werden. Mit den Platzierungen 7. (STEUBENHÖFT)
und 11.
(GRIMMERSHÖRN) leider auch nur geringfügig besser als
die erste Wettfahrt.
Fazit auf der STEUBENHÖFT: "Das war dann wohl unser
zweiter Streicher!" -
nachfolgend traditionelles, abergläubisches Klopfen auf Holz,
denn einen
zweiten Streicher wird es nur geben, wenn noch ausreichend viele
Wettfahrten
gesegelt werden, ausserdem könnte ja auch nochmal eine schlechtere
Platzierung als ein 7. "passieren"...
Wettfahrt drei an diesem Tag: Wieder entwickelt sich die Luvtonne
zum
Knackpunkt der Wettfahrt, denn es handelt sich um eine Fahrwassertonne,
die
nach einer Kreuz unter Land im vollen Gegenstrom angesteuert werden
muss.
Wer nicht weit genug im flachen Wasser bei schwacher Strömung
vorhält, wird
an der Tonne bestraft, wenn er bei vollem Gegenstrom noch einen
Holeschlag
fahren muss, während die Gegner die Tonne runden. Platzierungen:
STEUBENHÖFT
6., GRIMMERSHÖRN 10. - die Tendenz stimmt, aber unsere Gesamtplatzierung
vom
Vortag müssen wir auf der STEUBENHÖFT endgültig
abschreiben...
Heute will es die Wettfahrteitung wissen: Nach dem Zieldurchgang
bei der
dritten Wettfahrt hängt wieder die Flagge "L" am
Zielschiff, das heißt:
"Weitere Wettfahrt wird gesegelt". Also zum vierten
Mal alles durchgehen:
Windrichtung und Auslegung der Startlinie prüfen, wie hat
sich der Strom
entwickelt, wo sieht's nach Wind aus, ... Das Ende vom Lied: Platz
3. für
die Steubenhöft, Platz 6. für die Grimmershörn,
warum nicht gleich so,
sondern erst unsere morgendlichen Ausrutscher?
In der Gesamtwertung liegt die Steubenhöft nun auf dem dritten
Platz, "Die
Eins" und "Lucifer" leider fast unerreichbar weit
entfernt, aber nur ein
Punkt Abstand nach hinten zum vierten. Am Sonntag müssen
wir also wieder
"gasgeben", um nicht wieder sagen zu müssen: "Das
war unser Streicher!"
3.
Tag - Windstärke 1 bis 6, Gesamtplatzierung 3 und 10
Auch
am letzten Tag des Herbstausklang kam das schon seit mehreren
Tagen
angekündigte Sturmtief nicht bei uns an - stattdessen Leichtwind
und ein
90°-Winddreher zum ersten Start, dank der Wettfahrtleitung
wird die
Startprozedur rechtzeitig abgebrochen. Nach kurzer Wartezeit zieht
das
Startschiff um, damit eine andere Bahn gesegelt werden kann. Der
Wind stellt
sich wieder ein und los geht's zur 7. Wettfahrt. Offenbar haben
wir auf der
STEUBENHÖFT bei dem leichteren Wind unsere Form vom ersten
Tag
wiedergfunden - nach einem schönen Start werden wir zweiter
hinter der
"Eins" von Michael Haacke, die uns auf der zweiten Kreuz
bei zunehmendem
Wind den ersten Platz abnahm, und können das "Foto-Finish"
mit der "Lucifer"
für uns entscheiden. Was beim ersten Start gut klappte, klappte
beim
nächsten Start nicht - schon kurz vor dem Start ist klar,
dass wir im
Mitstrom einen Frühstart fahren werden. Keine Chance, vor
den Gegnern noch
einmal nach Lee zu kommen, also schnell einen Kringel um die Startonne
drehen, um den Frühstart auszugleichen - und nun beginnt
die Aufholjagd. Mit
einer sehr konsequenten Stromtaktik "mogeln" wir uns
im flachen Wasser auf
dem Gegenstrom-Spigang am Feld vorbei und werden im Ziel dritter.
Zwischenzeitlich hat der Wind zugenommen, so dass wir schließlich
doch mit
der kleinen Genua 3 segeln müssen.
Auch bei der Grimmershörncrew läuft es heute gut, sie
segeln auf Platz 8 und
6 und setzen sich so aufgrund ihrer beiden sechsten Plätze
vor die
punktgleiche "Seestadt Bremerhaven 2". In der Gesamtwertung
haben wir somit
unseren dritten Platz verteidigt, die Gimmershörn segelt
insgesamt auf den
zehnten Platz.
Wir
freuen uns schon auf die "Revanche" beim Frühjahrsputz
auf der Weser im
nächsten Jahr!
Nils
Betzler