|
Am Mittwoch
(25.08) fuhren die Steubenhöft (Thies Schenkelberg,
Nils Betzler, Dennis Griebenow und Jens Ditschke) und Grimmershörn
(Malte Päsler, Hinnerk Müller, Ole Stücker) nach
Ramsberg an den Brombachsee zum größten und schönsten
Sprintaevent des Jahres. Als wir nachmittags angekommen waren, wurden
die Boote noch gekrant, so dass wir noch an der vereinseigenen Mittwochsregatta
teilnehmen konnten, um den Brombachsee schon etwas kennen zu lernen.
Erstaunlicherweise herrschten 5 bft, was im Jahr nur selten vorkommt.
Uns bereitete es weniger Schwierigkeiten als den Einheimischen –
Ergebnis: Steubenhöft 6.ter und Grimmershörn 3.ter von
23 Teilnehmern.
Donnerstag
(26.08):
Morgens machten wir das Boot regattaklar und segelten schon rechtzeitig
zum Start. Bei 4-5 bft und
einigen Regenschauern wurden 3 Wettfahrten gesegelt. Mit 16 Sprinten
war der Start für uns erst ein bisschen ungewohnt, trotzdem
gelangen alle Starts sehr gut. Jedoch hatten die Starts eine nicht
so hohe Bedeutung, da durch die vielen Windtücken dieses Sees
(einige nannten ihn deswegen auch Tümpel) viel durchgemischt
wurde. Die Steubenhöft belegte am Ende des Tages den 3.ten
Platz und die Grimmershörn den 6.ten. Völlig zufrieden
ließen wir den Abend ruhig ausklingen und gingen selbstverständlich
rechtzeitig auf die Isomatten.
Freitag
(27.08):
Um 9 Uhr morgens frühstückten wir wie jeden Morgen im
netten Clubhaus und genoßen das leckerste Rührei aller
Zeiten. Mit 3 bft und etwas Sonne fand um 11 Uhr der Start statt.
Wie bei jedem Start lag die linke Tonne wieder deutlich vor (natürlich
alles Absicht erzählte uns der Wettfahrtleiter Roger im Nachhinein).
Zum Glück hatte sich dies wenig rumgesprochen. Wir kamen so
gut raus, dass wir gleich wenden konnten und vor dem ganzen Feld
segelten. Aber es wäre ja zu schön gewesen, also drehte
der Wind um 30° nach links. -schade wir waren gerade rechts-
Da uns so was öfters passierte, waren wir abends schon ziemlich
frustriert an Land; und dann noch die schlauen Sprüche von
den Leuten an Land: „Das konnte man ja sehen!!!“ Jedoch
ergings der Steubenhöft auch nicht besser, sie waren auf den
6.ten und wir 9.ten Platz gefallen. Abends hatten wir mit 2 einheimischen
Jugendlichen noch nette Gespräche und sie versuchten uns noch
den See zu erklären.
Samstag
(28.08):
Vom letzten Abend noch etwas müde schlüpften wir aus den
Zelten, jedoch völlig motiviert noch mal richtig anzugreifen!!!
Die Grimmershörn und knapp gefolgt von der Steubenhöft
segelten wir als erstes aus dem Hafen bei 2 bft. Bei uns hat es
anscheinend geholfen, an der Luvtonne waren wir 5.ter. Auf den folgenden
Up and Downs segelten wir zwischen dem 5 und 8. Platz. Doch dann
meinte die Natur, sie müsste auf dem letzten Schenkel vorm
Ziel noch ein Mal alles geben: Als 7.ter fielen wir an der Luvtonne
Richtung Ziel ab. Bei uns ging der Wind aus, der Spi hing zeitweise
traurig runter und die Boote von hinten preschten mit frischem Wind
heran. Bis wir mit dem Wind auf Geschwindigkeit gekommen waren,
waren alle Boote links und rechts an uns vorbei gerschauscht. Total
enttäuscht wurden wir als 3.ter von hinten im Ziel abgetutet.
Die Steubenhöft hat durch diese Windschweinerei (wie die Bayern
dazu sagen) immerhin noch einige Plätze aufholen können,
zufrieden waren sie trotzdem nicht. An diesem Tage war dies die
einzige und letzte Regatta. Im Hafen begannen alle gleich ihre Boote
abzubauen und zu kranen. Am Abend gab es noch leckeres Essen vom
Grill und die Siegerehrung: Die Steubenhöft belegte den 6.ten
Platz und wir den 9.ten Platz von insgesamt 16 Teilnehmern (2 Jugendboote,
sonst Eignerboote). Mit dieser Platzierung haben wir unser geheimes
Ziel einstellig zu segeln erreicht. Da wir mit Abstand das jüngste
Team (Altersdurchschnitt von 15,6 Jahre) waren und zum ersten Mal
am Europapokal teilgenommen haben, bekamen wir noch einen schönen
Sonderpreis.
Am
Sonntag (29.08) bauten wir morgens noch das Zelt
ab und frühstückten, ehe wir uns auf den langen Heimweg
machten.
Nun
möchte ich noch allen danken, die uns für und bei diesem
Event unterstützt haben. Ganz besonderer Dank geht an Rolf
Stender, der uns seien VW- Bus für den Transport geliehen hat,
und Rolf Kramer, der uns in Cuxhaven noch unterstützt hat,
Boote und Trailer herzurichten.
Auch nicht zu vergessen, ist die familiäre Gastfreundschaft
des Yachtclubs „Frankonia“ mit seiner freundlichen Bewirtung.
Auf
der Jahreshauptversammlung der Sprinta Sport Klasse hat die SVC
auf Grund ihrer Bewerbung den Zuschlag für den Internationalen
Sprinta Sport Europapokal 2005 erhalten.
Malte Päsler
Grimmershörn
|