NEWS - 28.Mai 2002
Mixed Pickles - Die „Kugelbake“ bei der Nordseewoche 2002


Fast wie in jedem Jahr (letztes Jahr machten wir auf Grund des Sturms eine kleine Ausnahme!) nahm die SVC-Sprinta „Kugelbake“ an den Regatten der Nordseewoche teil.
Gut gelaunt und voller Motivation machten sich

Axel von Leitner,
Cord Parnow,
Malte Schultjan und
Dennis Griebenow


daran, gute Plätze für die SVC zu ersegeln. Nach mehrwöchigem Training in der Bucht und auf der Reede erhofften wir uns zumindest einiges.

Cuxhaven – Helgoland:

Vorweg: Nun ja, dies war der eher schwächere Teil unserer Vorstellung! Irgendwie ging es uns wie manch Anderem, so dass auch wir leicht irritiert durch das neue Startsystem viel zu spät in die Gänge kamen. Davon abgesehen ging es bei gutem Wind und viel Sonne unter Spi in Richtung Helgoland. Leider konnten weder unsere gute Laune noch unsere sportliche Einstellung den Rest des Feldes inklusive der späteren Starts davon abhalten, uns auf der langen Strecke einfach zu versegeln. So mussten wir irgendwann einsehen, dass unsere Sprinta nun mal das kleinste und anscheinend auch langsamste Schiff im Feld war. Letztendlich reichte es am Ende für den 5. von 7 Plätzen.


Rund Helgoland:

Bedingt durch die eigene Wertungsgruppe „Sprinta Sport“ versprach die Regatta „Rund Helgoland“ doch gleich viel interessanter zu werden! Die Feierlichkeiten des Vorabends waren gut überstanden, so dass wir auch einen passableren Start hinlegten. Auf Spikurs zeigte sich zwar ziemlich schnell, dass man in einer Einheitsklasse bei Raumwinden keinen Blumentopf gewinnen kann, jedoch suchten und fanden wir unsere Chance auf der anschließenden Kreuz! Nach kurzer Abstimmung der Taktik entschlossen wir uns, den Rest des Feldes durch einen Extrem-Schlag anzugreifen und so aus dem Mittelfeld heraus zu segeln. Das Glück und Petrus schienen an diesem Tag auf unserer Seite zu sein. Letzterer bescherte uns eine Wolkenkante, an der wir guten Wind und einige Zieher fanden, die uns kurz vor der nächsten Bahnmarke auf den 3. Platz segeln ließen. In einem spannenden Zieleinlauf gelang es uns schließlich knapp den 3. Platz zu halten, nachdem wir von einigen größeren Yachten Abdeckung und Abwinde bekamen. Die Ergebnisliste sprach am Ende für sich: 4 Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz!

Helgoländer Acht:

Bei dieser Wettfahrt zeigte sich der Wettergott abermals gut aufgelegt. Sonne satt und Anfangs ausreichender Wind sorgten für gute Laune im Sprinta-Feld. Bald darauf sollten wir jedoch nach der Rundung der ersten Bahnmarken den verhassten „Flautenpoker“ aufs Neue erleben! Die anfängliche leichte Brise war zur Windstille mutiert, eine Verkürzung der Regattabahn brachte auch nicht die erhoffte Erleichterung und wir bewiesen irgendwie kein glückliches Händchen. Wir entschieden uns für die „Sekt oder Selters-Taktik“ und fuhren einen anderen Kurs als der Rest, in der Hoffnung einige Windfelder zu finden. Von durchschlagendem Erfolg gekrönt war diese Idee jedoch nicht, so dass wir mangels Wind und in Anbetracht des einsetzenden Stroms nördlich der Düne unseren Motor anwerfen mussten.

Helgoland – Cuxhaven:
Bei guten Wetterbedingungen machte sich eine recht beschauliche Flotte auf die Rücktour in Richtung Heimat. Nachdem der Start zu moderater Zeit (12 Uhr) erfolgt und endlich nach mehreren Stunden die Außenelbe erreicht war, erwies uns die einsetzende Strömung einen guten Dienst. Ziemlich rasant ging es unter Ausnutzung des Stroms in Richtung Alte Liebe. Hier kamen wir zwar nach gesegelter Zeit als letzte Yacht der ziemlich uneinheitlichen Flotte an. Einige Tage später sollten wir jedoch erfahren, dass unsere kleine Sprinta Sport nach berechneter Zeit sogar die „Unique“ versegelt hatte und wir uns riesig über einen ersten Platz freuen konnten! Insgesamt gesehen hatten wir eine Menge Spaß an der Nordseewoche 2002 und können festhalten, dass wenn wir gut gesegelt sind, auch die Ergebnisse stimmten!

Text & Bilder: Dennis Griebenow