Fast
wie in jedem Jahr (letztes Jahr machten wir auf Grund des Sturms eine
kleine Ausnahme!) nahm die SVC-Sprinta „Kugelbake“ an den Regatten
der Nordseewoche teil.
Gut gelaunt und voller Motivation machten sich
Axel von Leitner,
Cord Parnow,
Malte Schultjan und
Dennis Griebenow
daran, gute Plätze für die SVC zu ersegeln. Nach mehrwöchigem Training
in der Bucht und auf der Reede erhofften wir uns zumindest einiges.
Cuxhaven – Helgoland:
Vorweg: Nun ja, dies war der eher schwächere Teil unserer Vorstellung!
Irgendwie ging es uns wie manch Anderem, so dass auch wir leicht irritiert
durch das neue Startsystem viel zu spät in die Gänge kamen. Davon
abgesehen ging es bei gutem Wind und viel Sonne unter Spi in Richtung
Helgoland. Leider konnten weder unsere gute Laune noch unsere sportliche
Einstellung den Rest des Feldes inklusive der späteren Starts davon
abhalten, uns auf der langen Strecke einfach zu versegeln. So mussten
wir irgendwann einsehen, dass unsere Sprinta nun mal das kleinste
und anscheinend auch langsamste Schiff im Feld war. Letztendlich reichte
es am Ende für den 5. von 7 Plätzen.
Rund Helgoland:
Bedingt durch die eigene Wertungsgruppe „Sprinta Sport“ versprach
die Regatta „Rund Helgoland“ doch gleich viel interessanter zu werden!
Die Feierlichkeiten des Vorabends waren gut überstanden, so dass wir
auch einen passableren Start hinlegten. Auf Spikurs zeigte sich zwar
ziemlich schnell, dass man in einer Einheitsklasse bei Raumwinden
keinen Blumentopf gewinnen kann, jedoch suchten und fanden wir unsere
Chance auf der anschließenden Kreuz! Nach kurzer Abstimmung der Taktik
entschlossen wir uns, den Rest des Feldes durch einen Extrem-Schlag
anzugreifen und so aus dem Mittelfeld heraus zu segeln. Das Glück
und Petrus schienen an diesem Tag auf unserer Seite zu sein. Letzterer
bescherte uns eine Wolkenkante, an der wir guten Wind und einige Zieher
fanden, die uns kurz vor der nächsten Bahnmarke auf den 3. Platz segeln
ließen. In einem spannenden Zieleinlauf gelang es uns schließlich
knapp den 3. Platz zu halten, nachdem wir von einigen größeren Yachten
Abdeckung und Abwinde bekamen. Die Ergebnisliste sprach am Ende für
sich: 4 Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz!
Helgoländer Acht:
Bei dieser Wettfahrt zeigte sich der Wettergott abermals gut aufgelegt.
Sonne satt und Anfangs ausreichender Wind sorgten für gute Laune im
Sprinta-Feld. Bald darauf sollten wir jedoch nach der Rundung der
ersten Bahnmarken den verhassten „Flautenpoker“ aufs Neue erleben!
Die anfängliche leichte Brise war zur Windstille mutiert, eine Verkürzung
der Regattabahn brachte auch nicht die erhoffte Erleichterung und
wir bewiesen irgendwie kein glückliches Händchen. Wir entschieden
uns für die „Sekt oder Selters-Taktik“ und fuhren einen anderen Kurs
als der Rest, in der Hoffnung einige Windfelder zu finden. Von durchschlagendem
Erfolg gekrönt war diese Idee jedoch nicht, so dass wir mangels Wind
und in Anbetracht des einsetzenden Stroms nördlich der Düne unseren
Motor anwerfen mussten.
Helgoland – Cuxhaven:
Bei guten Wetterbedingungen machte sich eine recht beschauliche Flotte
auf die Rücktour in Richtung Heimat. Nachdem der Start zu moderater
Zeit (12 Uhr) erfolgt und endlich nach mehreren Stunden die Außenelbe
erreicht war, erwies uns die einsetzende Strömung einen guten Dienst.
Ziemlich rasant ging es unter Ausnutzung des Stroms in Richtung Alte
Liebe. Hier kamen wir zwar nach gesegelter Zeit als letzte Yacht der
ziemlich uneinheitlichen Flotte an. Einige Tage später sollten wir
jedoch erfahren, dass unsere kleine Sprinta Sport nach berechneter
Zeit sogar die „Unique“ versegelt hatte und wir uns riesig über einen
ersten Platz freuen konnten! Insgesamt gesehen hatten wir eine Menge
Spaß an der Nordseewoche 2002 und können festhalten, dass wenn wir
gut gesegelt sind, auch die Ergebnisse stimmten!
Text
& Bilder: Dennis Griebenow
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