Nach einigen Jahren der Abstinenz hatten wir uns entschlossen in diesem Jahr wieder an der Tertius Regatta teilzunehmen. Vor allen Dingen weil wir mal wieder bei viel Wind segeln wollten. Denn bei unseren letzten 8 Starts bei der Tertius Regatta war immer soviel Wind, dass die Kühe vom Deich wehten.

Am Donnerstag wurde das Boot, wie immer, von Detlev Nickel nach Büsum gebracht. Es folgte abends das obligatorische Ausräumen und die Steuermannsbesprechung. Schon hier wurde der Kurs für das Wochenende vorgegeben. Die Stimmung war klasse, jeder kannte jeden, so dass viel geklönt wurde. Die einzige schlechte Nachricht wurde mit Humor von der Wettfahrtleitung bekannt gegeben: "Dieses Wochenende gibt es kein Wind". Später stellte sich heraus, dass kein Wind wörtlich gemeint war.

Am Freitag gab es erst einmal 2 Stunden Startverschiebung. Anstatt die Wettfahrt in der Deutschen Bucht zu segeln, trieben wir in die Norderpiep und die Wettfahrtleitung gab über UKW immer neue Bahnverkürzungen bekannt. Schließlich schafften es alle Boote bis zur Tonne NP 14 und wieder zurück ins Ziel. Wir konnten diese Wettfahrt als erste beenden und erreichen auch unser Ziel in der Gruppe IMS 1. Abends auf der Preisverteilung gab es hierfür viel Silber.
Als zweites Cuxhavener Schiff konnte die Turbulenz bei der Yardstickwertung das Silber abräumen. Der Samstag fing an wie der Freitag geendet hatte. Kein Wind. Einige Teilnehmer probierten einen Spi -Start, andere meinten es sei eine Startkreuz. Wir entschieden uns für den Spinnaker und schafften wieder, wie schon am Vortag, einen Start - Zielsieg. Die Wettfahrtleitung hatte auch ein wenig Mitleid und liess uns diesmal nur zur Tonne NP 16 treiben. Hier wurden wir von der "Stine" gezeitet. Der Zieleinlauf war aus Cuxhavener Sicht ein voller Erfolg. Nach gesegelter Zeit kamen mit der X - Play, der Turbulenz und als drittes Boot die Static Electric gleich drei Cuxhavener Boote vorne ins Ziel. Wobei sowohl wir, wie auch die Turbulenz, wieder unsere Wertungsgruppen über alles gewinnen konnten. Hier durch gewannen beide Boote auch die Gesamtwertung von Freitag und Samstag.

Nach der kurzen Wettfahrt sammelten sich einige Schiffe an der Wattkante und diverse ermüdete Segler lagen wie die Seehunde direkt am Wasser und waren am Fachsimpeln. Die Preisverteilung ging nahtlos in eine lange Nacht über, bei der das eine oder andere Bier getrunken wurde und die Stimmung nicht besser hätte sein können. Endlich am Sonntag bei der Regatta "Um die Wurst" kam der erhoffte Wind. Es wurde viel gekreuzt, Spinnaker gesegelt und Reachgänge abgefahren. Den genauen Kurs hier zu erklären würde den Bericht sprengen. Es war auf jeden Fall ein Kurs der Spaß am Regattasegeln machte. Wieder konnten wir als erstes Schiff durchs Ziel gehen, aber leider die Gruppe nicht gewinnen. Unsere Crew war sich einig:
" Tertius macht auch ohne Wind viel Spaß und ist die Anreise wert. Zumal mit einer ersten Klasse Organisation an Land und auf dem Wasser. Die Wettfahrtleitung hat immer schnell und im Interesse der Segler auf die veränderten Windverhältnisse reagiert."
Ein Bericht von der X -PLAY

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