| 17.
März 2003: Nach KINGFISHER scheitert auch GERONIMO beim Weltrekordversuch |
| Nach
KINGFISHER 2 mit Ellen MacArthur (Mastbruch) hat auch das zweite Boot
- GERONIMO - den letztjährigen Weltrekord von ORANGE nicht einstellen
können. Der Rekord von ORANGE mit 64 Tagen, 8 Stunden, 37 Minuten
und 24 Sekunden besteht damit unverändert fort. Zeitweise hatte Olvier
de Kerguson die Zeit des Rekordhalters verbessert, aber ein riesiges Hochdruckgebiet
nördlich des Äquators brachte keine nennenswerten Windgeschwindigkeiten,
so dass die Rekordzeit nicht mehr verbessert werden konnte.
Was bleibt? Ein grandioser Versuch die Erde nonstop in weniger als 65
Tagen zu umsegeln mit all den technischen, seglerischen und taktischen
Problemen. Das Ziel ist zwar nicht erreicht worden, aber unser Respekt
gehört der großartigen Besatzung, denn beinahe hätte es
ja auch geklappt!!
|
| 6.
März 2003: KINGFISHER erreicht Australien - GERONIMO ca. 5 h hinter
Welrekord |
KINGFISHER
hat Cape Leuuwin passiert und wird morgen Fremantle (Australien) erreichen.
Die Stimmung ist natürlich nicht so gut - aber alle sind wohlauf.
GERONIMO hat den Äquator passiert und befindet sich in den berüchtigten
Doldrums. Auch in den nächsten Tagen wird nicht mit gravierenden Änderungen
bei den Windverhältnissen gerechnet. Nach berechneter Zeit befindet
sich GERONIMO ca. 5 Stunden (Tendenz: zunehmend) hinter dem letztjährigen
Weltrekord von ORANGE |
| 26.
Februar 2003: KINGFISHER "dismasted" - GERONIMO in den "Kalmen" |
Das
Glück war für KINGFISHER : aber, als das Boot auf den bestehenden
Weltrekord (ORANGE) und GERONIMO gewaltig aufgeholt hatte, gab es einen
dramatischen Mastbruch (Sonntag, der 23. Februar, 22:22 GMT). Der 39,5 m
große Mast brach in einer Höhe von 10 m ab und schlug mit dem
Großsegel auf dem Vordeck auf. Keiner der wachegehenden Crewmitglieder
wurde verletzt, aber das Rennen war für KINGFISHER zu Ende. Mit Bordmitteln
wurden die schlimmsten Schäden repariert und der "Nothafen"
Perth (2000 sm ) angesteuert. Hier gibt es die notwendige Infrastruktur
um den Katamaran wieder nach Europa zurückzubringen. Die britische
und französische Presse berichteten ausführlich über das
Ereignis, während in Deutschland kaum jemand von dem tragischen Ende
des Weltrekordversuchs Kenntnis nahm. Eine überaus enttäuschte
Ellen MacArthur nach dem Bruch: "This is the call I was hoping never
to have to make...we've been dismasted...20 minutes ago" .
Am 46. Tag des Törns befindet sich GERONIMO immer noch in den "Kalmen"(38°
S, 49 ° W)und der Vorsprung zum letztjährigen Weltrekord (ORANGE)
schmilzt dahin. Ein neuer Weltrekord scheint fraglich. |
| 22.
Februar 2003: KINGFISHER erwartet Orkantief - GERONIMO passiert die Falklands |
| Gestern
gab es einen "langsamen" Tag für KINGFISHER, aber heute
nähert sich das Boot einem Orkantief mit bis zu 70 kn Windgeschwindigkeit
- ".. so ein schnelles Absacken des Barometers habe ich noch nicht
erlebt ..." - so Ellen MacArthur. Der letztjährige Rekord von
ORANGE ist zwar gebrochen, aber immer noch befindet sich KINGFISHER deutlich
- nach berechneter Zeit - hinter GERONIMO. Die Position heute 18:00 Uhr:
ca. 400 sm westlich der Kerguelen. Das Boot macht gute Fahrt mit über
22 kn.
GERONIMO
"schleicht" nach der Umrundung von Kap Horn mit ca. 15 kn durch
den Südatlantik und hat die Falkland-Inseln passiert.
Foto: (c) dppi - GERONIMO |
| 20.
Februar 2003: steuert weit nach Süden- GERONIMO nähert sich Kap
Horn |
Mit einem lauten "bang" traf KINGFISHER auf ein unbekanntes Objekt,
das sich unterhalb der Wasseroberfläche befand. Obwohl dder Crew ein
gehöriger Schrecken in die Glieder fuhr, konnten zunächst keine
Schäden festgestellt werden. Später zeigte sich doch ein größerer
Reparaturbedarf; das Boot mußte bei langsamer Fahrt wieder fit gemacht
werden. Ellen steuert nun einen weit südlicheren Kurs als Geronimo
und kann damit die Strecke weiter verkürzen. Sie liegt - nach berechneter
Zeit - etwa 1000 sm hinter GERONIMO.
GERONIMO nähert sich Kap Horn mit hoher Geschwindigkeit. Die große
Kollisionsgefahr mit Eisbergen besteht weiter.Nur durch Zufall konnte ein
riesiger Eisberg(300 m) nördlich(!) des Kurses entdeckt werden, der
von keinem Satelliten erfaßt worden war. Die Crew bekam nur Hinweise
auf den "Klotz", weil die Wassertemperatur drastisch abgesunken
war ("diese Messungen sind überlebensnotwendig"). |
| 18.
Februar 2003: KINGFISHER holt weiter auf - GERONIMO noch 1000 sm bis Kap
Horn |
Am
5. Tag in Folge erreicht KINGFISHER ein 500 sm + "24h - run".
Damit konnte Ellen ihren Abstand zu GERONIMO deutlich verkürzen. Der
Vorsprung von GERONIMO beträgt nur noch 11 Stunden. Das Kap der Guten
Hoffnung ist passiert auf einem vorteilhaften südlichen Kurs.
GERONIMO ist nur noch knapp 1000 sm vom Kap Horn entfernt, hat günstigen
Wind aus nördlichen Richtungen und "is gliding pretty". |
| 17.
Februar 2003: KINGFISHER "surft"- GERONIMO mit Etmal unter 500
sm |
KINGFISHER
"surft" auf Riesenwellen und hat wieder ein 500+ - Etmal gesetzt.
Die Windmessanlage konnte nach langer Fehlersuche repariert werden (korrodierte
Drähte am Mastfuß). Die Kunst der Entscheidungen besteht darin,
nicht zu dicht an das entsprechende Tief heranzukommen. Damit kann der Starkwindgürtel
am Tief gut genutzt werden, ohne in die "Überlebensverältnisse"
in der Nähe von Orkanböen zu geraten. Bis zur Linie Kapstadt sind
es noch ca. 800 sm. Der Abstand zu GERONIMO ist wieder geringer geworden.
GERONIMO segelt mit der Gefahr von Eisbergen im Pazifik. Es wurde ein weiter
nördlich verlaufender Kurs eingeschlagen, der dieses Risiko minimiert,
aber natürlich eine längere Strecke bedeutet.
Foto: (C) Kingfisher |
| 15.
Februar 2003: KINGFISHER holt auf- GERONIMO in Kollisionsgefahr mit Eisbergen |
KINGFISHER
macht erneut über 500 sm in 24 Stunden und holt gegenüber den
Mitbewerber GERONIMO gewaltig auf. In der Nacht fielen die Windmessgeräte
aus und die Crew mußte sich mit Schätzungen begnügen - momentan
wird an der Problemlösung gearbeitet.. "Blind" zu segeln
mit einem Katamaran bei Windgeschwindigkeiten um 40 kn ist eine besondere
Herausforderung. Heute morgen gab es nur einen kurzen Funkkontakt.
GERONIMO ändert seinen Kurs leicht nach Norden. Die Crew ist doch etwas
beunruhigt wegen der Eisberge. Die meisten Eisstücke sind unter der
Wasseroberfläche und wenn das Boot bei 20 kn mit einem derartigen "Klotz"
kollidiert ist das ein ganz anderes "Ding", als das gemütliche
Segeln mit einem Ein-Rumpf-Boot. |
| 14.
Februar 2003: KINGFISHER zurück "im Spiel"- GERONIMO sichtet
Eisberge |
KINGFISHER
erreicht ein Etmal von über 500 sm mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit
von fast 22 kn (in der Spitze über 28 kn), die Hoffnung steigt und
die Crew "ist wieder im Spiel" um den Weltrekord. Meno Schrader
(Met.) rechnet mit zunehmendem Wind in der Spitze bis zu 48 kn in den nächsten
36 Stunden.
GERONIMO befindet sich jetzt in den "Howling Fifthies" (55°).
Hier können schon mal Eisberge auftauchen und richtig, gestern wurde
der erste gesichtet. Olivier berichtet aber weiter, dass die Gefahren auf
diesem Breitengrad und einer Wassertemperatur von 9° noch relativ gering
sind. Etmal 521 sm. |
| 13.
Februar 2003: KINGFISHER im Wechselbad - GERONIMO mit 4. Weltrekord |
| Größer
könnte der Unterschied nicht sein: Shorts, Sonne, leichter Wind und
kurz darauf Ölzeug, Sturmwolken, schwere Brecher und Geschwindigkeit.
KINGFISHER nähert sich dem südlichen Ozean und viel besseren
Segelbedingungen - noch ist nichts entschieden!
GERONIMO
hat nun den 4. Weltrekord auf diesem Törn gebrochen: Die letztjährige
Rekordzeit vom Ausgang des Englischen Kanals zur Datumsgrenze (180°)
hat die Crew mit "32 days, 3 hours, 13 minutes and 47 seconds"
eingestellt. Allerdings hat das Boot dramatisch auf den Weltrekordhalter
ORANGE verloren. Es bleibt also spannend!
Foto: (C) Jaques Vapillon |
| 12.
Februar 2003: KINGFISHER verkürzt den Kurs - GERONIMO mit Etmal von
504 sm |
| KINGFISHER
immer noch im leichten Wind, aber in der günstigsten Richtung. Damit
könnte Ellen die Rekordstrecke gegenüber GERONIMO deutlich verkürzen.
Sie liegt jetzt ca. 12 Stunden hinter ORANGE und über 52 Stunden
hinter GERONIMO nach berechneter Zeit.
GERONIMO segelt im Pazifik mit einem Etmal von 505 sm und über 21
kn.Vergessen sind die risikoreichen Seetage und der bleischwere Himmel
des Indischen Ozeans.
Foto: (C) Jaques Vapillon
|
| 11.
Februar 2003: Schlechte Aussichten für KINGFISHER - GERONIMO segelt
optimal |
In
den letzten 24 Stunden konnte KINGFISHER "nur" 266 sm zurücklegen
und verliert damit erneut gegen GERONIMO deutlich. Ein System von Hochdruckgebieten
verhindert auch in den nächsten Tagen eine deutliche Erhöhung
der Durchschnittsgeschwindigkeit. Beobachter rechnen zunehmend damit, dass
Ellen zur Startlinie im Kanal zurückkehrt und einen neuen Versuch startet
(das hat Olivier de Kerguson mehrfach praktiziert). Zeit dafür wäre
bis Anfang März.
Inzwischen hat GERONIMO den halben Weg von 26000 sm zurückgelegt und
dabei einen etwa 1000-Meilen Vorsprung vor dem alten Rekord herausgesegelt.
Im Moment herrschen südlich Neuseelands für den Weltrekordversuch
perfekte Wetterbedingungen. |
| 10.
Februar 2003: KINGFISHER kann nur abwarten - GERONIMO erreicht den Pazifik |
| KINGFISHER
mit einem Etaml von 355 sm hat erneut nach berechneter Zeit auf den Weltrekord
verloren: gut 10 Stunden auf ORANGE und 41 Stunden auf GERONIMO. Die Windgötter
meinen es derzeit nicht gut mit KINGFISHER - "aber man kann absolut
nichts tun".
GERONIMO hat
den Indischen Ozean verlassen - nach 30 Tagen auf See und hat Kurs auf
den Pazifik genommen. Allerdings hat das Boot nach berechneter Zeit einen
Vorsprung von 3 Tagen auf den alten Weltrekord herausgesegelt.
In den nächsten Stunden muss GERONIMO einer weiter südlichen
Kurs einschlagen und kehrt in die "Howling Fifthies" zurück.
Vor der Crew liegt das größte Meer der Erde: der Pazifik, der
mit 180 Millionen Quadratkilometern ein Drittel der Erdoberfäche
bedeckt.
Foto: (c)
dppi - GERONIMO |
| 9.
Februar 2003: Unerwarteter Wind für KINGFISHER- GERONIMO südlich
von Tasmanien |
| Eine
nicht vorausgesagte Windströmung hat KINGFISHER bis auf 20 kn gebracht.
Sie waren schneller als GERONIMO in den letzten 24 Stunden. "Es wird
genommen, es wird gegeben, das ist nun einmal so, wenn man einen Rekord
brechen will".
GERONIMO segelt weiter unter guten Bedinungen (südlich von Tasmanien)
mit einer Geschwindigkeit von knapp 20 kn. |
| 8.
Februar 2003: KINGFISHER in der Brise- GERONIMO stellt 3 neue Weltrekorde
auf |
KINGFISHER
nutzt jetzt den zunehmenden Wind - allerdings ist er schwächer als
erwartet.
Das Boot befindet sich ca. 500 sm südlich des Äquators - Etmal:
357 sm.
GERONIMO hat bis jetzt 3 Weltrekorde gebrochen:
1. Ushant(Startlinie) - Äquator
2. Ushant(Startlinie) - Kap der Guten Hoffnung
3. Ushant(Startlinie)- Kap Leuuwin |
| 7.
Februar 2003: KINGFISHER in der Flaute- GERONIMO passiert Cape Leuuwin (Austr.) |
| Bei
hohen Temperaturen (29° im Wasser) und wenig Wind hat KINGFISHER den
Äquator überschritten (2 ungetaufte Crewmitgieder erhielten
noch nicht die Äquatortaufe wegen der notwendigen Konzentration auf
die Segelei). Ellen rechnet noch mit weiteren 15 Stunden sehr langsamer
Fahrt, bis der Wind stärker wird. Berechnete Zeit: ca. 31 Stunden
hinter GERONIMO.
GERONIMO
kämpft im indischen Ozean gegen widrige Wetterbedingungen ( 8-m-Wellen
- Gleiten unmöglich) und hat einen Vorsprung von über 3 Tagen
gegenüber dem alten Weltrekord herausgesegelt. Die südwestliche
Spitze Australiens(Cape Leuuwin) wurde passiert.
Foto: (C) Jaques Vapillon |
| 6.
Februar 2003: Etmal KINGFISHER 532 sm - ETMAL GERONIMO: 527 sm |
Es
besteht immer noch die Möglichkeit, dass Ellen MacArthur den vorjährigen
"Äquator-Rekord" von ORANGE unterbietet. Das Erreichen der
Bestmarke von GERONIMO ist dagegen ausgeschlossen. Größte Sorge
macht Ellen immer das windarme Gebiet das direkt vor ihr liegt.
GERONIMO ist inzwischen in schweres Wetter geraten. Böen von 60 kn
machen der Crew das Leben schwer. Große Wellen aus NW und kleine Wellen
aus WSW mit Wellengeschwindigkeiten von 30 kn ("biblical conditions").
|
| 5.
Februar 2003: Ellen holt auf- GERONIMO auf Rekordkurs |
Es
ist immer noch möglich, dass KINGFISHER den alten Rekord zum Äquator
unterbietet, aber sehr unwahrscheinlich, dass mit seiner Vorgabe GERONIMO
noch übertroffen wird. Danach sind weitere Probleme zu erwarten: einen
Korridor zu finden, der durch die windstillen Gebiete am Äquator führt.
Im weiteren könnte KINGFISHER sogar die Differenz zu GERONIMO deutlich
verkürzen, weil das Boot einen entschieden direkteren (und kürzeren)
Weg nach Süden nimmt (vgl. Meldung vom 23. Januar).
GERONIMO hat
inzwischen über ein Drittel der Rekordstrecke zurückgelegt und
steuert einen nordöstlichen Kurs (vom 50. zum 40°) um einer gigantischen
Wetterfront auszuweichen.
So wie es aussieht, könnte GERONIMo einen neuen Weltrekord aufstellen.
Foto: (c) dppi - GERONIMO |
| 4.
Februar 2003: Eine frustierte Ellen - GERONIMO mit neuem Etmal-Rekord |
| Gestern
und heute nacht durchquerte KINGFISHER immer noch das Leicht-Wind-Gebiet,
dass das Boot zeitweise nur mit 9-10 kn vorantrieb. Eine frustierte Ellen:
"Wir müssen dadurch". Im Gegensatz dazu erreichte GERONIMO
im südlichen Ozean das beeindruckende Etmal von 550 sm. In den nächsten
Stunden wird GERONIMO von einer extrem schnellen Front erfaßt, bei
der mit Windgeschwindigkeiten von über 50 kn und schwerer See gerechnet
wird. Derzeit führt GERONIMO mit ca. 4 Tagen Vorsprung vor dem alten
Weltrekord. |
| 3.
Februar 2003: KINGFISHER verlangsamt- GERONIMO südlich der Kerguelen |
Schwierige
taktische Entscheidungen mußte die Crew der KINGFISHER in den letzten
24 Stunden treffen. Der Wind ist leider nicht so stabil, wie gewünscht.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag in den letzen 24 Stunden nur bei etwa
14 kn. Damit fällt KINGFISHER hinter den vorjährigen Weltrekord
von ORANGE um ca. 4 Stunden zurück - natürlich ist der berechnete
Abstand zu GERONIMO noch größer geworden.
GERONIMO konnte dagegen auch gestern und heute nacht die durchschnittliche
Geschwindigkeit von 20 kn halten und befindet sich jetzt südlich der
Kerguelen.
|
| 2.
Februar 2003: KINGFISHER südlich Madeira- GERONIMO im Crozet Archipel |
KINGFISHER
segelt mit wachsender Durchschnittsgeschwindigkeit (ca. 23 kn) auf dem Generalkurs
Süd und befindet sich heute morgen südlich von Madeira. Die Entfernung
zum Äquator (der ersten aussagekräftigen Wegmarke beim Jules Verne)
ist auf weniger als 1900 sm geschrumpft.
Es ist unwahrscheinlich, dass Ellen den neuen Rekord von GERONIMO brechen
kann (vgl. Meldung vom 18. Januar). Die Stimmung an Bord ist gut.
Am 21. Tag seines Rekordversuchs segelt GERONIMO weiter den südlichen
Kurs mit gut 20 kn.
Dieser Weg ist viel weiter im Süden als bei allen vorhergehenden Rekordversuchen
(ca 43°). Damit wird die Distanz zum Ziel beträchtlich verkürzt
und die Chancen für einen neuen Weltrekord steigen. Die nächste
Wegmarke ist Cape Leuuwin in etwa 2000 sm Entfernung. Die unangenehmen Wetterbedingungen
des südlichen Ozeans machen sich immer mehr bemerkbar.
Foto (C) Kingfisher |
| 1.
Februar 2003: KINGFISHER westlich von Portugal - GERONIMO im Crozet Archipel |
In
den letzten Stunden segelte KINGFISHER mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit
von 19 kn und verlor damit auf den alten Rekord und auf GERONIMO wertvolle
Zeit. Natürlich sind beide Kontrahenten über Schwierigkeiten,
Kurs und Zeit des anderen informiert.
GERONIMO segelt weiter mit dem Generalkurs Süd; das Boot befindet
sich südwestlich auf einer gedachten Linie zu Indien im Crozet Archipel
(franz. Territorium). Olivier de Kersauson (GERONIMO): "Wir sehen
hier immer mehr die intensiven, unvergleichlichen Farben des Südens
und freuen uns, dass das Barometer schön unten bleibt..."
Foto: (C) Jaques Vapillon |
| 31.
Januar 2003: Kingfisher passiert Cap Finistere |
Zum
Start von KINGFISHER übersendet Olivier de Kersauson (GERONIMO) einen
Willkommensgruß an Ellen MacArthur und ihre Crew: "Welcome to
the wonderful world of the Jules Verne Trophy. Good luck and good winds
to all of you! With Very Best Wishes".
Bei orkanartigen Böen (50 kn) hat die Mannschaft von KINGFISHER fast
alle Segel geborgen und "surft" nun noch immer mit 20 kn. Cap
Finistere wurde passiert.
|
| 30.
Januar 2003: Kingfisher gestartet |
Heute
morgen gegen 07:00 Uhr GMT startete Ellen MacArthur mit ihren 13 Crewmitgliedern
zum Rekordversuch auf der 26.000 sm - Strecke.
Gleich in der ersten Stunden legte das Boot 30 sm zurück.
Nach Monaten der Vorbereitung und einem unerwarteten Pitstop in Plymouth
überquerte KINGFISHER 2 bei in Dunkelheit, Sturm und Kälte die
Startlinie.
Nun gilt es den erst wenige Tage alten Rekord von GERONIMO zum Äquator
zu brechen (etwas über 6 Tage). |
| 29.
Januar 2003: KINGFISHER immer noch nicht gestartet - GERONIMO mit neuen
Rekord |
| Während
GERONIMO am 18. Tag des Rekordversuchs einen neuen Rekord vom Englischen
Kanal zum Kap der Guten Hoffnung aufstellen konnte (über zwei Tage
Vorsprung zum letzten Versuch im letzten Jahr), konnte KINGFISHER immer
noch nicht starten. Heute morgen wird eine Mastreparatur fällig - in
Plymouth. Das Team rechnet weiter mit zunehmend guten Wetterbedinungen für
den Rest der Woche. |
| 26.
Januar 2003: KINGFISHER begibt sich heute in das Startgebiet |
| Heute
verläßt KINGFISHER 2 Lorient, um die Startlinie für den
Jules Verne zwischen Ushant und Lizard am Ende des Kanals zu erreichen.
Ellen MacArthur rechnet auf der 130 sm langen Strecke mit starken Winden
(25-30 kn) und 7 - 8 m hohem Seegang, was unter Umständen zu schweren
Beschädigungen am Boot führen kann.
Ellen schätzt, dass die Wetterbedingungen für den Rekordversuch
zunehmend besser werden.
Doch ein Start vor Mittwoch ist eher unwahrscheinlich.
GERONIMO
erreicht den Vierzigsten, Richtung Südost segelnd. Wärme und
Sonne sind nun vergessen. Auch das Hoch über St. Helena ist weit
entfernt.
|
| 24.
Januar 2003: KINGFISHER 2 trifft Startvorbereitungen - GERONIMO "is
very well" |
Skipper
EllenMacArthur ruft die Crew zurück nach Lorient für einen möglichen
Start zu Beginn der nächsten Woche. Dr. Meeno Schrader, der Wetterberater
für KINGFISHER 2 und einzige Deutsche im Team, hat eine günstige
Situation zu diesem Zeitpunkt prognostiziert.
Vielleicht noch ganz interessant die Wachaufteilung an Bord:
Jeweils vier Crewmitglieder gehen eine Wache von 4:4:4 Stunden (4 Stunden
Schlaf, 4 Stunden Bereitschaft und 4 Stunden Wache). Nur Ellen und und
Andrew sind von diesem System freigestellt, um die Taktik zu bestimmen
und notfalls einzugreifen.
Im
Gegensatz dazu gibt es bei GERONIMO ein Wachsystem von 6:6 Stunden.
GERONIMO ist nun auf einem südöstlichen Kurs quer durch den
Südatlantik (Etmal wieder ca.500 sm).
|
| 23.
Januar 2003: GERONIMO weicht geschickt den "Doldrums" aus |
Mit
einem weit ausholenden "Schlenker",der das Boot bis auf Kabellängen
an die Ostküste Südamerikas führte, hat GERONIMO es tatsächlich
geschafft, die "doldrums" zu umgehen. Mit einer Durchschnittgeschwindigkeit
von über 20 kn und einem Etmal von ca. 500 sm ließ die Crew
die windstillen Gebiete des Südatlantiks haarscharf an ihrer linken
Seite und hat jetzt einen mehr östlichen Kurs eingeschlagen. "Das
bedeutet allerdings überhaupt nichts, wenn man den Jules Verne"
segelt", meinte der Skipper am 12. Tag ! "Aber wir sind hoch
motiviert, fühlen uns sehr gut und haben das Ziel immer vor Augen." |
| 18.
Januar 2003: GERONIMO stellt neuen Rekord auf - Ellen MacArthur auf dem
Podest |
| GERONIMO
überquerte gestern mit einem neuen Weltrekord den Äquator und
erreichte die südliche Hemisphäre mit 6 Tagen, 11 Stunden, 26
Minuten und 21 Sekunden. Die Crew überbot damit die alte Bestmarke
von Peter Blake um mehr als einen Tag. Das Boot, mit einer Durschnittsgeschwindigkeit
von fast 22 kn segelnd , überbot aber auch die Zeit von ORANGE im
letzten Jahr um 33 Stunden. Ellen MacArthur wird es schwer haben.
Am Freitag stand Ellen MacArthur auf dem Podest, um den Preis für
den 2. Platz in der Wertung des IMOCA MMA 2002 in Empfang zu nehmen. Ausschlaggebend
war natürlich auch das gute Abschneiden bei der Route du Rhum.
Die Preisträger in Brest:
Roland Jourdain, SILL,
Ellen MacArthur, KINGFISHER,
Mike Golding, ENCOVER
Die drei Gewinner sind auch in Cuxhaven bekannt. Im Sommer 2001 nahmen
sie mit denselben Booten an der EDS Atlantic Challenge teil.
Foto (C) DPPI - am
7. Tag
|
| 17.
Januar 2003: GERONIMO rekordverdächtig - KINGFISHER noch nicht gestartet |
| GERONIMO
segelt wahrscheinlich einen neuen Rekord zum Äquator. Im Vergleich
zum letzten Weltrekord hat GERONIMO einen Vorsprung von ca. 100 sm. Alle
Segelbedingungen sind "very well" und stabil. In den letzten
24 Stunden erreichte das Boot eine Durschnittsgeschwindigkeit von fast
22 sm.
KINGFISHER 2 hat den Start verschoben und befindet sich in einer "stand-by"
Position. Die Crew wartet auf ein gutes "Startfenster". In den
nächsten Tagen sieht es aber wettermäßig nicht danach
aus.
Das Rennen gewinnt natürlich an Dramatik, wenn KINGFISHER gestartet
ist.
|
| 15.
Januar 2003: Tintenfisch am Ruderblatt - Kingfisher 2 startet Donnerstag |
Heute
morgen hat GERONIMO über 1600 sm seit Brest (Start am 11.1.) zurückgelegt.
Ein kleiner Zwischenfall mit einem Tintenfisch, der sich zwischen Ruderblatt
und Rumpf festgeklemmt hatte, kostete über 1 Stunde "Entfernungszeit"
(das Tier hatte "armdicke Tentakeln" und ließ sich von
den Männern wenig beeindrucken.
Kingfisher 2 startet nach intensiven Vorbereitungen am Donnerstag zu einer
Aufholjagd aus günstiger Position - "ich jage lieber, als dass
ich die Gejagte bin!", so Ellen MacArthur. |
| 12.
Januar 2003: Geronimo gestartet |
Gestern,
am 11. Januar überquerte Geronimo die Startlinie bei günstigen
Wetterbedingungen. Der relativ frühe Start - vor Kingfisher 2 - gibt
dem Team die Chance zurückzukehren, wenn die Bedingungen im Atlantik
nicht so opitmal sein sollten. Man könnte dann einen zweiten Startversuch
wagen.
Für Olivier de Kersauson und seinem 34m-Trimaran läuft die Zeit
zwischen zwei Begrenzungslinien: dem Rekord von Bruno Peyron (64 Tage,
8 Stunden, 37 Minuten, 24 Sekunden) und der möglichen Zeitunterbietung
von Kingfisher 2. Also "Segeln am Limit" mit der zunehmenden
Möglichkeit zu scheitern oder "Segeln mit Zurückhaltung"
um dann möglicherweise den Weltrekord Kingfisher 2 zu überlassen.
Foto (C).DPPI |
| 7.
Januar 2003: Hartes Training in der stürmischen Biscaya |
Das
Team von Kingsfisher2 trainierte in den letzten Tagen hart in der stürmischen
und ölverschmutzen Biscaya.
Von den Bedingungen her, gab es von jedem ein bißchen. Krönung
war aber ein 80 kn-Sturm.
Ellen MacArtur und ihr 13 Team-Gefährten segelten in einem Gebiet,
das von Lorient, Ushant, Ile d'Yeu und einem Punkt, ein paar Hundert Meilen
westlich davon, begrenzt wurde.
Letzte Feinabstimmungen am High-Tech-Katamaran sind erfolgreich verlaufen.
Foto (C).J. Vapillon
|
| 31.Dezember
: Am Limit durch 18 Wetterzonen.. |
Ausführlicher
Bericht der Zeitung "Die Welt" über das Rennen von Konrad
Kubisch
|
| 31.
Dezember 2002: 48-Stunden-Training vor Lorient |
| Ende
September 2002 haben Ellen MacArthur und ihr Team aus 13 Seglern ein 48-Stunden-Training
vor der französischen Westküste abgeschlossen. Sie kehren heute
(31.) zur Basis zurück. In den letzten 24 Stunden kämpfte die
Crew mit überraschend starken und eisigen Winden vor Irland. Am 3.
Januar 2003 werden Schiff und Besatzung mit einem 5-tägigen Training
und abschließenden Tests auf See beginnen.
Die starke Konkurrenz, Olivier de Kersauson mit GERONIMO, wartet inzwischen
auf ein Wetterfenster in Brest.
Foto (C).J. Vapillon
|
| 21.
Dezember 2002: In Lorient |
|
Nachdem sie fast 24 Stunden am Tag an dem riesigen 110-Fuß-Katamaran
- KINGFISHER 2 - gearbeitet hatten, segelten Ellen MacArthur und ihre
Crew am Dienstagmorgen von Cherbourg nach Lorient. Das schnelle Boot erreichte
bereits am gleichen Tag bei Sonnenuntergang die Nordwestspitze Frankreichs.
Nach einer rauhen und kalten Nacht mit Ostwind Stärke 8, kam die
KINGFISHER 2 am Mittwochmorgen kurz vor 11 Uhr bei der alten U-Bootbasis
in Lorient an.
Ellen MacArthur: "Gleich nach Weihnachten werden wir eine größere
Trainingsfahrt unternehmen."
Foto.J.
Vapillon - Info: Kingfisher |