| 7.
Juli : "... war das ein Empfang!" |
...auch
das war wieder so einen Situation die man nur schwer beschreiben
kann. Die letzten Meilen bis Cuxi. Auf UKW konnte man schon ab und
an hören wie nach uns Ausschau gehalten wurde. Ein Belgier
vor uns wurde irrtümlich für die Paula gehalten, aber
dann hatten uns die ersten Begrüßungsboote erreicht.
Die Stimmung war der Wahnsinn. Unter den Klängen von Rod  Stewart
konnten wir noch einmal auf der Hecksee vom Schlepper Taucher Wulff
einen herrlichen Surf hinlegen und dann ging es unter Gehupe und
Gejohle über die Linie. Wir waren gerade eine Bootslänge
drüber, da kam schon von den Kameraden vom SVC der erste, gut
gekühlte Kasten Astra an Bord ;-)))
Und als wir dann festgemacht hatten, waren wir alle völlig
überwältigt von den Menschen, die uns da erwarteten.
Danke an alle, Danke an alle die uns geholfen haben, bei der Vorbereitung
und bei der Planung. Danke an alle, die mit uns gefiebert haben
während der Regatta, zu Hause an den Bildschirmen und einen
Riesendank an alle, die uns diesen fantastischen Empfang bereitet
haben.
Ihr ward super.
Die Crew der Paula, für den Skipper Rolf Stender
Sven
Foto: Rainer Genau, SVC |
| 6.
Juli : Jubel und glückliche Heimkehr |
| Am 5. Juli 2003
um 15:19 Uhr beendete die "Paula" ihre Atlantiküberquerung.
Viele Boote der SVC fuhren dem Schiff und der Crew in der Elbmündung
entgegen. Unbeschreiblicher Jubel auf der Seebäderbrücke
und am "DCNAC-Schlengel" schlugen der Mannschaft entgegen,
die so erfolgreich im Atlantik und der Nordsee gekämpft hatte.
Als 22. Schiff der Regatta erreichte das Boot Cuxhaven. Insgesamt
hatte die Mannschaft fast 500 Stunden ununterbrochen gesegelt und
erreichte einen - vorläufigen - 10. Platz (nach IMS) und einen
21. Platz (nach IRC).
Die Segler Vereinigung Cuxhaven gratuliert der Mannschaft
zu ihrem großen Erfolg!
|
| 4.
Juli : Die "Paula" fegt durch die Nordsee |
Rasmus meint es gut mit uns.
Der Wind kommt aus NNW 25 kt und wir surfen mit bis zu 13 kt die Nordseewellen
runter. Da bekommt der Begriff die Nordsee runterfahren eine völlig
neue Dimension. So wie es aussieht werden wir seit langem mal wieder
ein Etmal über 200 sm schaffen.
Bei dem Tempo kommt uns die Nordsee richtig klein vor. Heute vormittag
müssen wir vor der dänischen Küste in der Höhe
von Blavand halsen. Mein Gott geht das alles schnell hier... |
| 3.
Juli : "Noch 120 sm bis (Un)Fair Isle" |
gestern um 21:45 UTC
hat Uwe Nagel als erster nach 3347 gesegelten Seemeilen
Land gesichtet. Auf 58°21'N und 008°02'W konnten wir Flannan
Isle ausmachen. In der Nacht kam dann auch der seit drei
Tagen versprochene Winddreher auf 330°. Nun können wir (Un)Fair
Isle endlich richtig anliegen. Es sind noch 120 sm bis Fair
Isle und wir kalkulieren die Rundung für heute
02.07. 24:00 UTC. Schottland zeigt sich von seiner sommerlichen Seite
17,5° und trocken, nur die Sonne läßt sich entschuldigen.
Das ganze hat was vom "Keltischen Ring". Wir halten alle
gut Ausschau nach dem schwarzen Kutter ohne Beleuchtung.....
Grüße von der Paula
Sven Dyrßen
|
| 1.
Juli : "35 Grad Lage, oder wenn Backbord 2 m höher ist als
Steuerbord!" |
Hallo ihr alle an Land, der
Betreff sagt es eigentlich schon, aber hier
von Sigurd mit einer rethorischen Frage noch mal auf den Punkt gebracht:
"Was machen wir hier eigentlich? Segeln oder Free Climbing?"
Der Segler an sich ist unserer Meinung von der Evolution stark
vernachlässigt worden. Welche Spezies könnte wohl eher eine
dritte Hand
samt Arm gebrauchen als der Homo Yachticum Transatlantikus.
Diese dritte Extremität wäre an vielen Positionen an Bord
äußert
nützlich einzusetzen. Der Steuermann könnte endlich mal
streßfrei einen
Tee oder Kaffe trinken. Der Smut hätte zum kochen beide Hände
frei und
wer schon einmal probiert hat in einer fast umgefallenen Telefonzelle
sich mit einer Hand die Hose runterzuziehen, der weiß auch auf
WC die
dritte Hand zu schätzen.
Wir diskutieren hier im Moment noch an welches Stelle der dritte Arm
sitzen soll und schreiben dann eine Eingabe bei Mutter Natur.
Drückt uns die Daumen, das die Wetterkröte Recht behält
und der Wind
morgen auf Nord dreht. Dann können wir wenigstens die Schoten
ein
bisschen aufmachen.
Noch 55 Stunden bis Fair Isle.
Gruß an alle
Die Crew der Paula
58°04N
014°49W
Sven |
| 30.
Juni : "Die Kreuzerei ist fast vorbei..." |
Nach einigen unangenehmen
(nass, kalt, laut) Kreuzschlägen sind wir
endlich nördlich aus dem Tief rausgefahren. Nach der Wende auf
Steuerbordbug können wir Fair Isle zwar noch
nicht ganz anliegen, es
sind ja aber auch noch 600sm bis dahin. Wer weiss, was das Wetter
noch
an Überraschungen bereithält.
Heute morgen konnten wir endlich mal wieder Batterien laden, das Schiff
trocknen und aufklaren. In der Nacht hatte es aus dem Babystag die
Hälfte der Kardele aus dem Terminal gerissen. Uwe, Heinzi und
der
Skipper haben das mit einen Drahtstrop, Kabelklemmen und ein bisschen
Dynemafall wieder in Ordnung gebracht. Sonst keine Schäden
an Schiff und
Crew. Grüße von
der Paula
Sven
|
| 28.
Juni : "Wir geben Gas.." |
Heute Morgen 10:00
Uhr UTC mussten wir uns von unserer G2 verabschieden.
Ein 1,5m langer Riss im Achterliek zwang uns die Genua zu bergen.
Wenn
das Wetter etwas handiger und vor allen Dingen trockener wird, wollen
wir versuchen unser Lieblingssegel zu reparieren.
Im Moment haben wir hier einen steifen SE mit 25-30 kt. Die Böen
gehen
bis 40 kt. Unter G4 und zweifach gerefften Groß können
wir Fair Isle
hoch am Wind immer noch anliegen. Seite heute 0:00 UTC haben wir
herrlichen Dauerregen. Der Himmel ist fröhlich sommerlich grau.
Das
ganze Ensemble vermittelt schon etwas mehr was Nordatlantik bedeuten
kann. Unser Wetterfrosch Meeno macht uns Mut, lockt uns mit Sommerwetter
zu Hause und sagt uns gleichzeitig für Morgen eine schöne
150 sm Kreuz
bei 30-35 kt voraus. Na Super...
Eben haben wir mit 11 kt eine losgerissene Fischerboje samt Leine
überlaufen. Das Teil blieb natürlich am Kiel/Ruderblatt.
Eine Wende
konnte die Lage aber klären
Das Stimmung an Bord ist trotz 30° Lage super ;-)))
Gruß an alle, wir geben Gas.
Sven Dyrßen
|
| 27.
Juni : "Bergfest auf der Paula" |
"Schiff
und Crew sind OK. Bis auf ein paar kleinere technische Probleme
geht es
uns sehr gut. Wir haben noch knapp 950 sm bis Fair Isle, danach
wird wieder auf
heimischem Boden (Nordsee) gekämpft."
Rolf Stender

So und nun noch die News of the day:
Leider haben wir keinen so spektakulären Bruch wie die anderen
Schiffe zu verzeichnen. Bei uns beschränkt sich das auf einige
lose Schrauben,schamfilte Fallen, und aufgebogene Splinte am Babystagbeschlag
(da musste der Navimit dem Bootsmannstuhl hoch) Dieser olle Splint
hätte beinahe unsererLieblingssegel, die G2 Jib Top gefressen.
Ach ja, und eben wurde der Kapitän mit einem Imbussschlüssel
am Mast gesehen...
Aber wir wärs denn mit dieser Story:
Heute Mittag gegen 14:00 Uhr UTC, Paula surfte gerade unter
Groß und G2
mit 15kt eine besonders große Welle herunter, da brach dem
Smut beim Nudeln umrühren
der Holzlöffel. Mit dem Reservelöffel konnte das Rühren
sofort fortgesetzt
werden. Der Holzlöffel konnte in einer 5 minütigen Not-OP
mittels einer Lage
Tape wieder repariert werden.
Foto (c) "Paula"
:links Karl-Heinz (Heinzi) Faust und Franz Besch.
|
| 26.
Juni : "Bergfest auf der Paula" |
Gestern, gegen 18:30
UTC haben wir Bergfest gefeiert mit 1800 sm über
Grund haben wir die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht.
Kommentar
der Crew:" Die Möwen sehen gleich europäischer
aus"
Zur Feier des Tages gab es traditionell Labskaus mit Spiegelei, rote
Beete und Gurke. Zum Nachtisch Birne Helene (leider ohne Sahne, die
war
auf dem Stauplan nicht drauf und bleibt unauffindbar). Danach gabs
für einen Cola-Meyers.
Die Stimmung an Bord ist super. Der Wind läßt leider gerade
etwas nach.
Wur nutzen die Gelegenheit für eine dringende Vorsegelreparatur.
Gruß an alle
Die Crew der Paula
25.06. 1200 UTC
Sven Dyrßen |
| 24.
Juni : "Kalte Küche auf Paula?" |
das fliegende Klassenzimmer
haben wir hier nicht, aber die schaukelnde
Kueche mit fliegenden Tellern und Tassen. Bitte stellen Sie Ihre Kueche
30 Grad schraeg und schaukeln in alle Richtungen....das fliegende
Klassenzimmer haben Koch und Kuechenhilfen hier immer im Kopf.
Der Herd mochte das Geschaukel nicht mehr und fiel aus der Aufhaengung.
Die Kueche bleibt aber nicht kalt, denn fuer Schlosser Uwe doch ein
Klacks, den Herd zu reparieren.
Draussen sind hohe Wellen, der Sturmspinnaker wurde gerade geborgen
denn
es weht zu heftig und gerade jetzt ist es wichtig, gut zu essen, um
fit
zu bleiben bei diesem Ritt.
Wenn die Paula so weiter fliegt ist morgen Bergfest oder Halbzeit.
Der Wetterdienst meldet flaue Winde fuer morgen, doch noch faellt
das
Barometer und wir rauschen mit 10-14 kn nach HH.
Ahoi
Harald Kittmann
|
| 23.
Juni : "Endlich Druck im Segel" |
Wenn der Wetterrouter sich
nicht erklären kann, warum wir soviel Wind
haben, dann muss das ein Geschenk sein. Mit 25-27 kt Wind jagen wir
unter Spi mit Topspeed bis 13 kt auf der Kursline der Varuna hinterher.
Der Spruch zum Sonnenschuß: "Nun fall mal nicht soweit
ab"
Schwierig könnte es werden, nach der Wache das Grinsen wieder
aus dem
Gesicht zu kriegen.
Grüße von der Paula
Sven Dyrßen |
| 23.
Juni : Kleiner "Zwischenfall" auf der "Haze" |
wir haben heute Sonntagssegeln,
Wind mit 15 kt und wunderschönen blauenHimmel. An die Delphine
hat man sich fast schon gewöhnt. Wenn es ruhigist, kann man sie
sogar hören, mit ihren Quietsch und Klicklauten.
Der Atlantik ist wunderschön und man kann seinen Gedanken richtig
freien Lauf lassen.
Gestern Abend erreichte uns die Nachricht, das die Haze einen
schlafenden Wal gerammt hat. Wir waren in unmittelbarer Nähe
(15 sm) und haben unsere Hilfe angeboten. Die Crew der Haze konnte,
unter Notruder, den Schaden am Hauptruder reparieren und die Regatta
fortsetzen. Eine Hilfe unsererseits war nicht notwendig.
Grüße von der Paula
Sven Dyrßen |
| 22.
Juni : "Das Sturmtief ist durch." |
Nach knapp 20 Stunden Schwerwettersegeln
ist nun auch die Kaltfront gegen 15:00 UTC über uns weggezogen.
Dieses Sturmtief hat uns mit Winden aus SSW mit Windgeschwindigkeiten
um die 35kt in Böen 45kt nach NE getragen.
Mit dem Rechtsdreher können wir nun nach einer Halse unseren
Kurs Richtung Fair Isle anliegen und sind damit auf dem längsten
Schlag der Reise. Knapp 1900 sm trennen uns von der vorletzten
Bahnmarke der Regatta.
Unser Quartiermeister Thomas hat leichte Fehler in unserem Stauplan
festgestellt und kann einige Lebensmittel einfach nicht finden. Er
ist sich aber sicher, das Die Crew mit schrumpfen der Vorräte
die Suchintensität erhöhen wird ;-))
Ansonsten gilt die Devise "Mehr Speed durch höhere
Geschwindigkeit" und das Gesicht des Steuermanns verziert
ein breites Grinsen, wenn Paula mit bis zu 14 kt die Wellen runtersurft.
Grüße an alle von Paula
Sven Dyrßen |
| 21.
Juni : ... die "Paula" ist rum.. |
...um Point Alpha. Am
Freitag den 20.06. rundet Paula um 19:50 Point Alpha. Die
Crew versammelt sich zum Manöverschluck im Cockpit. Nach 1072
gesegelten Seemeilen runden wir mit zwei weiteren Schiffen
(Cherie Hakatan und ein nicht identifiziertes Schiff) den imaginären
Wendepunkt.
Die Stimmung ist, nicht nur wegen dem ersten Alkohol nach 7 Tagen,
einfach super. Wir können abfallen und segeln nun fast
genau Kurs Faire Isle. 1/3 der Strecke ist geschafft.
Gruß an alle von der Crew der Paula
Sven Dyrßen |
| 20.
Juni : Leuchtdelfine |
...die Paula rast
mit ca. 10 kn auf die virtuelle Tonne Alpha zu und wird in
ca. 12 Std. dort sein.
Heute nacht gab es eine Sondervorstellung der Delfine. Tagsueber schwimmen
sie manchmal nur unterm Kiel durch und auf einmal zeigt das Echolot
eine Wassertiefe von z.B. 5 m an. Tatsaechlich sind es 4.000 m, die
es nicht anzeigen kann, arbeitet nur bis 145 m Tiefe. Also bei gutem
Mondlicht und wolkenlosem Himmel hatten wir stark floureszierendes
Wasser durch die Planktonanteile. Die Delfine schossen wie Torpedos
um das Schiff mit einer jeweils mehrere Meter langen Leuchtspur hinter
sich. Natur pur.
Stichwort 4.000 m Wassertiefe. Wie wird da Muell entsorgt ? Alles
ueber die Kante ? Wir sammeln Plastik in Tueten und schmeissen nur
Papier und organische Abfaelle ins Meer. Natur pur.
Schnelle Gruesse
Harald Kittmann |
| 19.
Juni : Atlantikblau |
Liebe Fans,
die Rauchschwalbe Paul hat sich davon gemacht und der tiefblaue Atlantik
hat den Blauwal Paul kurz an der 'Paula' vorbeirauschen lassen. Wir
sehen mehr Tiere als Konkurrenten. Vor uns kommt schnell ein Spinnaker
naeher, den greifen wir uns.
Gestern lagen wir 5 Std. auf einem Atlantikparkplatz, hohe Duenung,
Segel runter wegen des Schlagens bis auf den windseeker, der uns dann
auch den Weg vom Parkplatz zeigt. Die Schlagzeile 'Paula ist
Baden
gegangen' stimmt nur teilweise - wir haben einen Waschtag fuer die
Crew
eingelegt. Die Jungs sind aber als Musto Models sehr reinlich und
vom
Pumakaefig unter Deck kann keine Rede sein, auch nicht alle Wohlgerueche
des Orients, sondern die superstarken Sportdeos knallen durch.
Nach 4 Tagen betraegt das Etmal keine 700
Meilen. Dazu Uwe: Die Welt
schaut auf uns und Ihr segelt so langsam. Noch wird die Verpflegung
nicht rationiert, die Festlichkeiten in HH nicht verschoben, aber
nach
einer schnellen Nacht zuckeln wir im Moment mit 3 kn und
leichtem Spi
dahin. Das Wetter ist aller dings wie gebucht. Sonne, Segeln und
Meer
sowie Sonnenoelfaktor 45 sind angesagt. Das Lidodeck von
der Freiwache
gebucht.
Ob Wetterrouter oder Wetterstatistiken - was wir erleben ist natuerlich
nicht typisch, denn wir kaempfen, um die Auswirkungen des Hochs
so wenig
wie moeglich zu erleben. Leider kommen wir nicht so schnell nach
Norden
an den Rand mit Wind, nur Geduld kann uns helfen.
Die humorvolle Crew ist neben dem guten Schiff und ausgezeichnetem
Segelmaterial das Rueckgrat der 'Paula'.8 Maenner, grob
vorgestellt: 6
kaffeetrinker, 2 Teetrinker, 5 Selbstaendige ( ein beruehmter,
norddeutscher Maler), 3 Angestellte, 1 Raucher, 2 Marathonlaeufer,
8
Marathonsegler ... weitere Einzelheiten gewuenscht ?
Nun geht es zur Spischifte -spaeter mehr.
|
| 18.
Juni : Autobahn und Rodeo... |
Hi there,
gebucht hatten wir nach der Wetterstatistik raume Kurse,aber seit
3
Tagen geht es uns wie armen Leuten und Radfahrern wir haben den Wind
von
vorn. Hoch am Wind haben wir an Deck eine Menge Spritzwasser
und
entweder man mag das oder sollte Bergsteigen.
Unter Deck Achterbahn und Rodeo. Trotz neuen, rutschfesten Fussbodens
ist es schweisstreibend,sich an- und auszuziehen, zur Toilette zu
gehen oder eine warme
Dosensuppe nur auszuteilen... Dabei haben wir uns an die Welle (Strom
gene Wind) immer noch nicht gewoehnt. Deswegen musste der Eimer her,
wenn sich jemand "alles noch einmal durch den Kopf gehen liess".
Mit Genua 3 und 2-fach gerefft geht es mit 8-9 kn gut
voran.
ES flaut aber ab, das Hoch kommt und hochmotiviert steuern wir sauber.
Die Konkurrenz ist stark und nah, aber niemand ist zu sehen.
|
| 16.
Juni : Blinder Passagier auf der "Paula" |
Aufregung im Cockpit der
SY `Paula`. Nicht nur, dass es in der Nacht
pottendicken Nebel gab (zum Glueck haben wir Radar), sondern auf einmal
taucht eine kleine Rauchschwalbe auf. Zerzaust und abgekaempft laesst
sie sich auf dem Heckkorb nieder. Sofort getauft heisst die Schwalbe
"Paul" und fuehlt sich wohl auf der "Paula".
Die Crew dagegen ist nicht so happy.
Mit dem Nebel kam schwacher Wind und schnelle
Winddrehungen. Die Luft war so feucht, dass die Brillen beschlugen
und
nur mit uebergestuelpter Skibrille einwandfrei gearbeitet werden konnte.
Es gab viel zu tun - immer wieder Kurskorrekturen und veraenderte
Segelstellungen. Dann ploetzlich ein rotes Licht(seine
Backbordpositionslaterne) eines Konkurrenten, wir muessen ausweichen,
bei wenig Wind geht es klar.
Die Naesse des Nebels kriecht durch jede Kleidung und kuehlt aus.
Das
Wasser hat nur 14 Grad und die Luft ist gefuehlt nicht waermer. Nachdem
es hell geworden ist und wir einige Schiffe neben uns und vor uns
sehen
koennen kommt sogar die Sonne raus und nun sieht alles anders aus.
Die Crew hat sich langsam an die hohe Atlantikduenung
gewoehnt. Da gibt
es auch Anti-Seekrankheitspflaster, die hinter das Ohr geklebt werden
um
die Umstellung von Land auf die wackelige See erleichtern.
Unter Deck bei dem Gewackel zu Kochen oder Brote zu schmieren verlangt
schon akrobatische Talente. Kaum wird ein Schrank bei viel Schraeglage
geoeffnet, um einen Teebeutel zu fischen, schon wollen verschiedene
Pakete Kaffee herausspringen. Vorsicht, ihr bleibt drin im Schrank
! |
| 15.
Juni : Die erste Nacht der "Paula" auf dem Atlantik |
Es ist 03:00 Uhr UTC
und wir fahren unter Gross und Jib Top auf den
Wegunkt NT1 zu. Bootspeed ist mit durchschn. 9 Knoten sehr
gut. Wir
haben vor ca. 2 Stunden die Haspa Hamburg überholt. Am Wegpunkt
können
wir 45 Grad abfallen. Bei jetzt halbem Wind muss dann der Gennacker
hoch.
Wir haben hier pottendicken Nebel und können die anderen Schiffe
nur auf
dem Radar erkennen.
Der Start war sehr beeindruckend. Die meisten Schiffe sind über
Backbord
bug an der Linie entlang gestartet. Am besten weggekommen sind die
Zaraffa, die Haspa und die Varuna. Wir sind auf Steuerbordbug
gestartet,
was sich im nachhinein als etwas schlechter rausgestellt hat. Aber
auf
so einer langen Strecke ist der Start nicht so entscheidend.
DieStimmung an Bord ist super. Der Wachrythmus mit zwei Viererwachen
hat
sich eingestellt. Erste warme Mahlzeit war gestern Abend Nudeln mit
Soße. Nachts gabs ein Süppchen. In Wache 1 sind
Rolf, Siegurd, Uwe und
Thommy und in Wache 2 sind Heinzi, Harald, Franz und Sven.
Gruß an alle.
|
| 13.
Juni : "Maggie ist die Beste" |
"Der New York
Yacht Club lädt zum Empfang und 500 Regattafüchse (so
nennen sich die Crews der über 60 teilnehmenden Yachten beim
DCNAC) sind
gekommen.
Wie auf einem schönen Golfplatz liegt das alte mondäne
Clubhaus in einem riesigen Garten oberhalb der Bucht Newport. Es ist
pottendicker Nebel und der Blick über die Bucht fällt aus.
Statt dessen
fällt der Blick auf die nette Maggie, die auf
schweren Silbertabletts
kleinere Leckereien anbietet. Thank you Maggie, jetzt schmeckt das
Bier
noch besser.
5 Bier gibt es für jedes Crewmitglied auf Marken. Wer
jünger als 21 Jahre ist trägt auf seinem Armband einen blauen
Punkt und
bekommt keinen Alkohol, sonderen leckere Coca-Cola oder andere
Köstlichkeiten. Alle Crews sind zwar nicht so üppig wie
Schumi mit
Werbung bepflastert, aber jede trägt eine Kappe, Jacke oder Hose
auf die
der Name der Yacht gestickt ist..
So kommt man schnell mit der Konkurrenz
ins Gespräch." |
| 11.
Juni : Die Spannung steigt |
Seit gestern dem 9.06.2003
ist die Crew der Paula komplett.
Die Stimmung an Bord ist super. Auch das Wetter hat endlich ein Einsehen
und
zeigt sich von seiner besseren Seite. Wir beginnen heute mit den letzten
Vorbereitungen für das Race und wollen in den nächsten Tagen
das
Regattasetup von Paula weiter optimieren. Die
Crew der Paula |
| 5.
Juni : Langsam trudeln sie alle ein.. Email von Sven Dyrssen |
...das Schiff liegt
in Newport. Der Transport war, bis auf das Wetter und die Dauer,
problemlos.
Der Bootsmann der Gundel G. war mit an Bord der MS Socol 2 und
hat sich mit der Crew
zusammen super um alle Schiffe gekümmert.
Wir haben einen Liegeplatz direkt in Newport.
An Bord sind im Moment Rolf
Stender, Karl-Heinz Faust und Uwe Nagel.
Die räumen den Dampfer erstmal ein. Für den Transport
war fast die komplette Ausrüstung in Kartons mit Inhaltsverzeichnis.
Das war zolltechnisch einfacher. Am Sonntag den 8.06. kommen Thomas
Kleeman und Franz Besch.
Der Rest der Crew, inkl. meiner Wenigkeit fliegen am Montag den
09.06. nach Newport. Das sind dann Harald
Kittmann, Sigurd Schütz und Sven Dyrßen.
Die Stimmung an Bord ist trotz des schlechten Wetters gut.
Sven
Technik/Crew
Paula GER5168
|