Bei
den Minis gibt es die "Protos", das sind meistens Einzelbauten
mit neuester Technik, also nicht nur Canting-Kiel der sich seitwärts
bewegt, sondern auch noch vor-und rückwärts, neuesten Materialien,
etc...Begrenzt sind nur die maximalen Maße: Länge 6,5m, Breite
3m. Das gilt auch für Tiefgang, Masthöhe, Segelfläche und
Anzahl der Segel. Die international innovativste Klasse, aber sehr teuer. Habe
mir kürzlich im Land ohne 80 und 90 so eine Pogo 2 angesehen und
bin sie auf dem Atlantik gesegelt. Die Pogo 2 ist ein typischer Vertreter
der "Open Classes", die große Breite wird bis zum Heck
geführt, eine Doppelruderanlage garantiert sehr gute Kontrolle. Obwohl
nur 6,5m lang, glaubt man auf einem größeren Schiff zu sein.
Die Segeltragezahl (Verhältnis Segelflläche/Verdrängung)
entspricht übrigens der der Melges 24, und zwar sowohl unter Groß
und GI als auch unter Groß und Spi.Das Groß ist oben extrem
ausgestellt, also maximale Power, dafür kein Achterstag, nur Backstagen.
Aber alle befindet sich im Griffbereich des Steuermannes. Der Gennakerbaum
ist seitwärts schwenkbar, man kann also auch extrem tief fahren und
hat trotzdem die Vorteile des Gennakerbaumes. Am
Wind ist so ein breites Schiff natürlich weniger gut als z.B. die
J80. Der Speed downwind düfte gleich sein, das VMG durch den schwenkbaren
Gennakerbaum besser. Außerdem macht so ein Hochsee-Skiff mehr Arbeit
- ein Franzose,der sich gerade eine neue J80 gekauft hatte, dem hatte
die Pogo 2 zwar auch sehr gut gefallen, aber sie war ihm zu sportlich
und anstrengend. Und
innen? Die Pogo 2 hat zwar einen winzigen Kocher und etwas, was sich "Kartentisch"
nennt, aber das eignet sich besser zum Broteschmieren. Die Werbungsfrage,
"Wohnst Du noch, oder segelst Du schon?" ist ziemlich eindeutig
entschieden...
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